Geschlechtsbestimmung anhand des Kopfes

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    • Hallo,

      bei mir wachsen zur Zeit zwei Tiere aus dem gleichen Gelege heran.
      Größe und Gewicht sind ziemlich gleich. Eines hat einen massigen, breiten Schädel, das andere einen eher längeren und schmaleren. Das können zwar durchaus Variationen innerhalb der Familie sein, aber das Tier mit dem schmaleren Schädel hat bei der letzten Häutung an der Haut im Kloakenbereich zwei kleine Stöppel drangehabt.

      Zufall?

      Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein größerer und breiterer Schädel bei Weibchen der Art einen evolutionären Vorteil bringt, da sie so in der Lage wären, größere Beute zu bewältigen und so mehr Reserven aufzubauen bzw. schneller zu ergänzen.
    • Hi,

      das soll ja auch so sein.
      Aber, was machst du, wenn du jetzt einen jungen, männlichen Choindro mit einem sehr breiten Schädel hast? Das könnte ja auch ein Ausnahmeexemplar sein.

      Bei den Teppichpythons gibt es immer wieder Leute, die anhand der Schwanzlänge versuchen das Geschlecht zu bestimmen.
      Es stimmt zwar, das Männchen die längeren greifschwänze haben, aber ohne Vergleichsexemplar, dass exact gleich gefüttert wurde und bei dem man das Geschlecht definitiv weiß ist das alles Käse.

      Wie gesagt, das reicht lediglich zur spekulation aber nicht für eine seriöse Angabe bzlg. des Geschlechtes.

      Gruß
      Tobi
    • Hallo,

      ich meine ja nicht, dass jeder der Hinweise für sich alleine eine 100%ige Geschlechtsbestimmung zulässt, ausser vielleicht die Spermplugs.

      Sollte es aber mehrere mögliche Hinweise geben, wie z.B. eben die Kopfform oder die Schwanzlänge und -form, könnte man der Wahrheit doch schon recht nahe kommen.

      Funktioniert eigentlich die Bauchschuppen-Zählmethode bei Morelias?

      Gruß, Jochen
    • Hi,

      es gibt sicherlich viele Möglichkeiten, das Geschlecht zu schätzen.
      Von einer Bauchschuppenzählmethode habe ich jetzt noch nichts gehört.

      Wie gesagt.
      Spermplugs sind ein sehr eindeutiges Indiz, wenn denn welche da sind.
      Ihr fehlen muss auch nicht zu 100% bedeuten, das manein Weibchen hat ;)
      Auch wenns doch recht warscheinlich ist.

      Wie gesagt, wenn viel Faktoren zusammenkommen, dann kann man sicherlich eine gute Einschätzung abgeben. Ich würde mich darauf aber nicht verlassen.

      Gruß
      Tobi
    • Gutes Thema. Tatsächlich begegne ich der Thematik nicht zum ersten Mal. Es gibt Leute, welche Tiere anhand der Köpfe sogar aussuchen und so probieren, eine Geschlechtszugehörigkeit zu treffen. Obwohl ich nicht zu diesen Leuten gehöre, habe ich doch auch schon probiert in meinem Bestand bei den Geschlechtern irgendwelche 'typische Kopfmerkmale' festzustellen.

      Den Vergleich mache ich natürlich nur innerhalb des gleichen Typus..... wobei ich klar sagen muss, dass ich persönlich nicht finde, dass es da wirklich gleichbleibende, signifikante Unterschiede gibt.

      Wenn überhaupt haben meine Weibchen eher längere Schnauzen, während der Kopf des Männchens kürzer und somit bulliger wirkt.......... ;)

      Aber das ist schon hart an der Grenze und natürlich würde ich nicht die Hand ins Feuer legen. Somit liegt Teppichfan mit Schätzen völlig richtig. Ratespiele sind ja auch eine feine Sache, wenn man nicht zu sehr auf das Ergebnis angewiesen und fixiert ist ;)

      Peace M
    • Bei meinen Batesii Nachzuchten hatten einige der Tiere eine breite, stumpfe Schnauze und andere eher ein schmales Gesicht. Von 4 Tieren mit breiter Schnauze waren drei weiblich und eines männlich.
      Von den vier Tieren mit schmaler Schnauze waren drei männlich und eines weiblich.

      Bei den Batesii Babies ist es mir sehr aufgefallen.
      Warum sollte es nicht auch ein Anhaltspunkt bei den Chondro Babies sein?
      Nichts, worauf man sich 100% verlassen kann, aber immerhin eine Möglichkeit sich zu orientieren.
    • Hi,

      Original von Diesel23
      Wenn überhaupt haben meine Weibchen eher längere Schnauzen, während der Kopf des Männchens kürzer und somit bulliger wirkt.......... Augenzwinkern


      Das ist ne coole Erkenntnis.
      Bei den Teppichpythons ist es nämlich genau umgekehrt. Wobei das auch nur eine persönliche Einschätzung ist.

      Gruß
      Tobi
    • Also ich hab heute aus reiner Neugier mal bei unserem TA gefragt (reiner Reptilienkundler). Er meinte, bei Chondos sei das schwer, genausogut könnte man die Schuppen zählen oder an der Schwanzform das Geschlecht bestimmen. Allerdings kann man wohl bei Leopardgeckos von der Kopfform auf das Geschlecht schließen...
    • Original von Teppichfan

      Bei den Teppichpythons ist es nämlich genau umgekehrt. Wobei das auch nur eine persönliche Einschätzung ist.

      Gruß
      Tobi




      Kann ich dir voll zustimmen. Bei unseren zwei Teppichpythons hat das Weibchen auch ein bulligeren Kopf als das Männchen. Bei dem Männchen ist der Kopf eher länglich als breit .


      LG
      "Geiz ist die größte Armut"