Haltungsverbot von Pythons und Boas in Österreich

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    • Bei aller Aufregung sollte man vielleicht auch mal darüber nachdenken, warum so etwas kommt.

      Fassen wir doch mal zusammen:
      -Jedes Jahr aufs neue, werden wir Zeugen von Idioten, die sich irgendwelche Tiere kaufen, die dann abhauen und anschließend in den Medien für Wirbel sorgen, seien es Kaimane, Boas, Pythons oder eben auch Klapperschlangen und Monokelkobras.
      Seit Jahren wird dann immer wieder nach einem Verbot geschrien oder anderen Maßnahmen. In Deutschland ist der Sachkundenachweis bis heute freiwillig, bzw. nur in einigen Bundesländern vorgeschrieben: Warum eigentlich? Warum weigern sich so viele Hobby Terrarianer diesen zu machen oder wehren sich dagegen. Wäre es nicht viel sinnvoller den Sachkundenachweis wirklich per Gesetz zu beschließen? Und daraus könnte man dann ohne weiteres weitere Vorschriften ableiten, wie z. B. Verkauf nur unter Vorlage des Sachkundenachweises, die Verkäufer werden dazu verpflichtet eine Kopie anzufertigen etc. etc.

      Wir als ernsthafte Terrarianer sollten das sogar ganz bewusst forcieren, einerseits weil wir dann auch Gewähren, das eine gewisse Sachkenntnis vermittetl wird und wurde, andererseits distanziert man sich dadurch ausdrücklich von diesen Idioten. Wenn ich mir überlege wie die Kornnattern gehalten wurde, die ich mir damals zulegte, mann o mann.

      Seien wir mal ehrlich gerade die Terraristik ist ein Hobby, das ohne Sachkenntnis nicht wirklich gut betrieben werden kann. Leider gibt es aber Tierarten, die sehr viel erdulden können, Reptilien gehören leider dazu. Kornnattern vermehren sich auch unter den schlechtesten Bedingungen wie die Karnickel, Bartagamen ebenfalls und leider auch inzwischen viele Boa- und Pythonarten. Das der Baumpython etwas Pflegeintensiver ist, bewahrt ihn wahrscheinlich davor. Aber schauen wir uns doch die Königspythonszene an, da geht es nur noch um Farbmorphen und wildfarbene Tiere werden oft im "3erPack" für 25 Euro auf Börsen angeboten. Klar das der Laie da schnell zugreift und sich so einen "süßen" Winzling anschafft, das die meisten dann bei Zimmertemperatur irgendwo in einem Glaskasten vor sich hinvegetieren interessiert ja den Verkäufer nicht mehr.

      Dann schauen wir uns die "Arroganz" vieler Terrarianer an, die keinen Bock mehr darauf haben idiotische Fragen zu beantworten. Ja ich kann sie verstehen, aber gerade diese Leute müssten erst recht immer und immer wieder die gleichen idiotischen Fragen beantworten und dem Fragesteller dazu raten, am besten von seinem Vorhaben Abstand zu gewinnen. Aber das geschieht ja nicht, manche Foren verweisen auf ihre FAQ und verlangen eine gewisse Grundkenntnis. Nur das ist der falsche Weg. Damit fördert man letztendlich nur das Bild vom "resistenten" Schlangenhalter dem eh alles egal ist.

      Was da in Österreich passiert ist eine schlimme Sache, in aller Linie erst einmal für die Zukunft der Bestandstiere und dann für alle ernsthaften Terrarianer. Aber den Grundstein für solche Gesetze haben wir leider selbst gelegt. Wir sind diejenigen die den Anschluss versäumt haben, wir sind diejenigen denen es obliegt ehrlich und sachkundig über unser Hobby zu berichten.

      Von meiner Seite aus nochmal was ich mir vorstellen könnte und auch für Sinnvoll halte:
      - Sachkundenachweiss allgemein für Terraristik
      - Sackundenachweis speziell für bestimmte Gruppierungen, Nattern, Riesenschlangen etc.
      - Sachkundenachweis für gefährliche Tiere (Giftschlangen etc.) und hier würde ich auch keine Unterscheidungen machen in schwachgiftig oder ähnliches. Eine Giftschlange ist defacto anders zu halten und zu handeln als eine ungiftige.
      - Generelle Meldepflicht für Terrarienhaltung. Jeder der sein Hobby gewissenhaft betreibt, dürfte auch damit keine Probleme haben.
      - Schloßpflicht für Terrarien. Wo liegt eigentlich das Problem, seine Terrarien abzuschließen oder mit einem Schloss auszustatten. Alle meine Terrarien werden abgeschlossen,nicht um meine Umwelt zu schützen, sondern weil ich es vermeiden will, das meine Tiere in einem Klima entweichen, was u. U. ihren Tod bedeuten könnte.

      Just my 50Cent.
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    • und hier

      "Was den Inhalt der angenommenen Anträge betrifft, wies Vock darauf hin, dass exotische Tiere künftig nicht mehr auf Messen ausgestellt und verkauft werden dürfen. Das darüber hinaus angestrebte grundsätzliche Haltungsverbot von Riesen- und Giftschlangen soll ihm zufolge einerseits eine artgerechte Haltung dieser Tiere sicherstellen und andererseits die Sicherheit der Bevölkerung erhöhen. Mit der künftig möglichen Beschlagnahmung von illegalen Tiertransporten hofft er illegale Hundeverkäufe aus dem Osten eindämmen zu können. Bedauern äußerte Vock darüber, dass sich der Gesundheitsausschuss nicht zu einem Schächtungsverbot durchringen habe können. "

      Quelle: parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2011/PK0963/

      Das grundsätzliche Haltungsverbot ist also nur angestrebt, noch nicht endgültig beschlossen...
      Gruß Tobi
    • tobiasolge schrieb:

      die Sicherheit der Bevölkerung


      wunderbar, bessere Polemik könnte es nicht geben. Es sterben in Oesterreich sicher auch fast soviele durch exotische Tiere wie durch Nikotinkonsum, Alkoholexzesse, Autofahren, Schachspielen, Autoerotischen Spielen, etc. :) Da gilt es eben schon, die ach so akut bedrohte Bevölkerung zu schützen.
      Nicht etwa, dass es bei uns besser wäre. Aber die letzten paar Posts sind sicher verheissungsvoller und mich würde schon noch interessieren, was an einem Chondro gemeingefährlich sein könnte..... klar, bei einem 7kg schweren Königspython kann man sich leicht eine HWS-Verletzung holen, wenn man ihn sich um den Hals legt ^^

      Leider ist das Exotenhalten keine Religionsfrage.... :whistling: :whistling: ;)

      M
    • Aber genau das ist doch das Problem, eben diese Polemik. Wir hier wissen, das Chondros nicht gemeingefährlich sind. Wir alle wissen auch, das Königspythons nicht gerade die "Riesen" unter den Riesenschlangen sind und zudem so schissig, das sie am liebsten in ihrem Versteck liegen und da auf Beute warten.

      Ich meine wie oft muss ich meiner Verwandschaft erklären, wenn Sie mich mal wieder fragt, ob mein Regius Mänchen noch ein Jungtier ist und wo ich es halten will, wenn es erwachsen ist. Das der Kerl nicht mehr viel größer wird, will mir keiner glauben und wenn ich dann mal wieder etwas über die Art erzähle staunen wirklich alle. Die glauben dann lieber wieder irgendwelchen Fernsehsendern wo sogenannte Tierärzte auf VOX dann schon mal nen Spruch rauslassen das die ja 3 - 4 Meter werden.

      Auf der anderen Seite versuch mal jemanden klarzumachen, das der Biss eines Meerschweinchens ohne weiteres in der Lage ist , einen Finger abzutrennen, während der Biss eines Chondros zwar schmerzhaft ist, aber nicht unbedingt zum Verlust irgendwelcher Körperteile beiträgt. Der Grund ist ja ganz einfach: Meerschweinchen sind ja so süß............. und Schlangen eben bäääääähhhhhh.

      Das ist ja generell das Paradoxe daran. Natürlich gibt es sehr viele giftige und Schlangen und Reptilienarten, genauso wie einige wenige Riesenschlangen einem Menschen tatsächlich gefährlich werden können. Was aber überhaupt nicht rüberkommt, ist die Haustierhaltung allgemein. Wieviele Menschen müssen jährlich gegen Tetanus verarztet werden, weil sie Ihre Katze, Lieblingsnager etc. mal eben gebissen haben. Ist mir ja selbst letztes Jahr passiert, da hat mich mein Kater gebissen, war ich selber schuld, 2 Tage später wurde ich dann leider wegen Verdacht auf Blutvergiftung behandelt. Wie meinte mein Hausarzt, der Biss einer Katze ist so ziemlich das schlimmste was man haben kann, da die Viecher ja permanent irgendwelche Nager in freier Wildbahn fressen ist das Virenspektrum bei denen enorm. Nurda berichtet keiner drüber, weil es ja nicht wirklich spektakulär ist. Wobei ich schätze, das die Kosten für das Gesundheitswesen bei solchen Tierarten weitaus höher sind als bei Reptilien.
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    • Da hast du vollkommen Recht. Das größte Problem ist die Uninformiertheit der meisten Menschen und die Vorurteile.
      Ich freue mich immer, wenn neue Leute zu mir kommen. Die meisten haben eine gewisse Abneigung gegenüber Schlangen. Wenn man ihnen dann aber ein bisschen was über sie erzählt ändert das sich doch bei den meisten Leuten in eine Art Akzeptanz. Dass der Biss einer Katze oder eines Hasen allerdings schlimmer sein kann, als der Biss einer Schlange wollen die meisten aber gar nicht hören. Einige Vorteile wollen einfach nicht abgelegt werden.

      Mit einem solchen Halteverbot scheidet man sich ins eigene Fleisch. Tiere werden trotzdem gehalten, nur dass sie jetzt nicht mehr angemeldet werden, sondern illegal gehalten werden. Dadurch kann man nicht einmal mehr durch Kontrollen die artgerechte Haltung kontrollieren. Außerdem landen so vermutlich noch mehr Schlangen im Hausmüll, da man sie ja kaum wo anders entsorgen kann, ohne dass raus kommt, dass man illegal Schlangen gehalten hat. Und so etwas fällt unter Tierschutzgesetz....

      Hier noch zwei lustige Geschichten:

      Neulich hatte ich einen Techniker im Haus, und er fragte, was in dem Terrarium sei, und ich meinte ein Python. Ist aber nicht ungiftig. (Als er erschrocken schaute) Darauf meinte er er war auch neulich im Wald und hat einen giftigen Python gesehen :D:D:D

      Oder ein Kumpel von mir aus Würzburg hatte vor ca. 2 Monaten eine winzige Kornnatter in der Küche. Ist wohl auch jemandem ausgebüxt. Er hat dann die Feuerweh gerufen. Daraufhin kamen zuerst 2 Polizisten. Die haben dann auf die Feuerwehr gewartet. Die haben sich aber nicht hingetraut. In der Zwischenzeit kamen noch 2 weitere Polizisten. Dann haben sie sie mit einer Schlangenzange in eine Holzbox und einem "Experten" übergeben... Mein Kumpel hat ein Bild gemacht und es bei Facebook gepostet... Hab mich schlapp gelacht.
      Gruß Tobi
    • Ich weiß jetzt gar nicht was ich sagen soll ob ich ich mich aufregen soll oder drüber schmunzeln. Die haben ja echt nur scheisse im Hirn ganz ehlrich warum verbietens ned gleich die ganze Terraristik freut sich die Industrie auch drüber. Na wenns das durchbringen könn ma uns in Österreich gratulieren und ich Trottel habs angemeldet.



      lg Patrick
      Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich.

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    • Huhu

      Also ich würde alles tun aber mein Tier niemals abgeben...
      dann lieber in die Illegalität gehen, das Tier als verstorben melden und niemanden vom Amt in die Wohnung lassen ohne Durchsuchungsbefehl.
      Keine Ahnung ob das so geht wie ich es mir vorstelle aber probieren würde ich es auf jeden Fall.
      Ganz ehrlich, dieses "alles über einen Kamm Scheren" kenn ich sonst nur aus good old Germany...
      Typisches Beamtengehabe.

      VG Kato
      Mein Traumchondro ? Sieht aus als hätte er n Schlumpf gefressen 8o
    • Erschreckend ist es schon,denke aber auch das nur die Tiger,Fels,Netzpython und Annakondas gemeint sind.
      Es lässt sich streiten obs gesund ist einen 6 m Netzer zu Hause zu haben,anderseits ist es jeden seine eigene Entscheidung wenn er sie Artgerecht unterbringt.
      Aber da tun sich die Herren leicht und verbieten was ,einfacher als solche Leute zu besuchen umnach den Rechten schauen!
      Kommen sie dann mal vorbei können sie nicht einmal eine Natter von anderen Schlangen unterscheiden,geschweige noch einen Waran von einer anderen Echse.

      Hunde dürfen mit Kinder spielen,Katzen jedem die Augen auskratzen da sagt keiner was weil eine Lobby da ist.
      Wir gelten halt noch immer als Freaks,man lese sich nur die unsinnigen Berichte an,da merkt man das die jenigen die drüber schreiben dürfen keine Ahnung haben müssen ,da werden Regius und co zu Uhrzeitmonster gepuscht.
      Wieviel andere Tiere sträunen,laufen oder fliegen Leuten weg,da wird auch kein Drama draus gemacht,da diese Tiere zu den NORMALEN gehören,unsere nicht ...da sind die Vorteile und Uhrängste der Leute.

      Alkohol sollen wir trinken,Autofahren auch... ^^

      das Gesetzt muss erst mal durch kommen,was ich mir so nicht vorstellen kann.
      Das Problem,die Szene ist die letzten 20 Jahren eine andere geworden.
      damals hattest du deine Tiere,deine Kumpels wussten davon,fertig.
      Heute ist das Inet da,jeder kann sich kaufen was er wünscht,und jeder verkauft was man wünscht.
      Und die Behörden schauen seit einem Jahrzehnt zu wie es explodiert,machen aber keine Anstände sinnvolle Reglungen zu treffen.
      Hätten sie was getan,mehr Kontrollen,höhere Strafen an Züchter und Privatleuten die an jedem Sepp was verkaufen dann gäbe es die ganzen Kevins gar nicht.

      Es täte mir unheimlich Leid für alle die In Österreich wohnen falls es überhaupt so weit kommt.
      Es wird viele Leute geben die da nicht mitmachen.
      würde auch niemals meine Tiere abgeben..dann kommen sie wo anders hin.
      Ich würde für meinen Teil Tiere wie Regius,Morelia und co nach Österreich verkaufen wenn ich die Leute kennen würde,also wissen würde das es keine Kevins sind.

      dafür hat sie keiner gewählt ;)
      wo bleibt unsere Meinung,haben doch sowas wie Demokratie hier,oder ?(

      und nur weil paar Schlangen entkommen,also bitte,wo gibt es keine Kevins ? ???
      wieviel Tote gabs zu beklagen die letzten Jahrzehnte ? ...und mein Messer darf ich mir auch noch kaufen.
      mag billig klingen,ist aber so

      ...unsere Lobby ist zu klein ,da verdient der Staat zu wenig drann!


      Mein Passion lass ich mir nicht nehmen,nicht von Denen und keinem anderen!
      lieber stehend sterben , als kniend leben ! B.O.
    • esoxfan schrieb:

      denke aber auch das nur die Tiger,Fels,Netzpython und Annakondas gemeint sind.


      Da gibts nicht viel zu denken Robert.
      Fakt ist, es wurde ein Antrag gestellt und auch einstimmig angenommen, alle Riesenschlangen (Boidae) und Giftschlangen zu verbieten.

      Unter die Familie der Boidae fallen nun mal die Unterfamilien der
      • Pythons (Pythoninae)
      • Boaschlangen (Boinae)
      • Sandboas (Erycinae)


      Ohne wenn und aber.

      esoxfan schrieb:

      das Gesetzt muss erst mal durch kommen,was ich mir so nicht vorstellen kann.
      Das Problem,die Szene ist die letzten 20 Jahren eine andere geworden.


      Warum kannst du dir das nicht vorstellen??? Die Anfänge kannst du doch sehr schön in bestimmten Bundesländern Deutschlands betrachten.

      Und richtig, in den letzten 20 Jahren hat sich viel getan. Die Szene ist groß geworden und somit tauchen immer wieder die "Kevin´s" auf und die Presse erfreut sich an immer wiederkehrenden Fällen, die ihnen die Möglichkeit auf reißerische Storys bieten.

      Und vielleicht verstehen so manche nun ein wenig warum ich zum Beispiel Wert auf ordentliche Verwendung von Fachbegriffen lege. Warum ich einen freundlichen Umgang wünsche, warum ich eine solche Community auf die Beine gestellt habe.

      Es soll damit eine große Gemeinschaft mit einem ernsthaften Interesse gebildet werden, welche zusammen steht und etwas bewegen kann.
      Die Szene ist groß und in den letzten Tagen habe ich mir viele Gedanken gemacht. Aktuell brüte ich etwas aus. Sobald es spruchreif ist, werde ich darüber Informieren. Diese Idee wird vermutlich sehr große Kreise in der Szene ziehen.
      :thumbup:
    • Ich komme zwar nicht aus Österreich, aber das Gesetz interessiert mich sehr, Wer weiß, auf was unsere Politiker noch so kommen.

      Wenn das Gesetzt verabschiedet wird, was bedeutet das für die Halter der Schlangen? Müssen sie die Tiere abgeben oder dürfen sie diese behalten,w eil sie ja vor dem Gesetzt angeschafft wurden? Falls sie die Tiere nicht behalten dürfen, wohin mit den ganzen Schlangen? Die Tiere müssen ja dann irgendwo untergebracht werden und ich bezweifele, dass es Stellen gibt, die diese Unmengen von Tieren aufnehmen und versorgen können.

      Gruß

      Tanja
    • denke es gibt genug Züchter die bei der Eu klagen werden.
      das Gesetzt kommt so ,zumindest in Deutschland niemals durch.
      wenn 1000te Tiere in Heimen verecken oder die rumstreunen störts keinen.
      bei den Hundehalter gibts mehr Kevins,so ca. 80% der Leute halten einen Freund und kein Hund.
      wegen paar kleine Vorfälle wird so ein Terz gemacht,weil nun mal die Lobby fehlt die da hinten Druck macht ^^

      und ja ich kenne die Anfänge ,bin in Bayern,wenn dann wars hier immer am strengsten ;)

      ich für mein Teil würde die Tiere niemals aufgeben,da kann kommen wer will,gibt viele Leute die nur Tiere haben die nicht meldepflichtig sind,da ist noch Platz für meine.
      denken die wirklich wir gehn hin und lassen unsere Tiere,die man schon lange pflegt und in manchen Fällen 100000te Euro gekostet haben einfach einschläfern...lach 8)

      mfg Robert
      lieber stehend sterben , als kniend leben ! B.O.
    • Ich bin mal gespannt was da auf uns zukommt. Aber dass eine Sandboa oder ein Königspython die Allgemeinheit gefährdet kann man doch nichtmal mit viel Fantasie begründen...
      Den 7kg Königspython würde ich wirklich gerne mal sehen. Das ist vermutlich mal wieder so ne Angabe wie die 20m Anakondas die regelmäßig ohne Nachzumessen gesichtet werden... :rolleyes:
      Ich denke, dass die Übergangsfrist groß genug ist, dass wir hier wegziehen. Bei unseren hysterischen Nachbarn regnet so ein neues Gesetz sicher wieder eine Anzeige nach der andern...
    • Hallo, ich finde diese Diskussion wirklich sehr interessant und wäre auch dafür,Sachkundenachweise als Pflicht einzuführen,nur leider fehlt den Ämtern ja auch die Kenntnis über manche Tierarten.
      Z.B. schludern (meiner Erfahrung nach) die Leute die Kornnattern und Boas haben,mehr mit ihrer Haltung was Sauberkeit und Besatzdichte, Temperatur oder Einrichtung in Bezug auf Versteckmöglichkeiten angeht,herum,als Leute, die meldepflichtige Tiere wie beispielsweise Baumpythons oder Madagaskarboas halten.Es müssten alle Tiere,auch Kornnattern und Köpys meldepflichtig sein,damit bei den Leuten,wo man sich auf jeden fall gedanken machen muss,auch kontrolliert wird.
      Das Problem,bezüglich des allg. Sachkundenachweises ist aber auch, dass dieser ziemlich teuer ist.Ich bin momentan noch in der Ausbildung und kann es mir nicht leisten, einen Sachkundenachweis für ca. 500€ zu machen.
      Zumal die Behörden auch gar keinen Bock haben, sich erstens das Wissen über jede Schlangenart anzueignen,um zu entscheiden,ob die Rackhaltung beim Königspython aufgrund seiner Lebensweise gerechtfertigt ist und ob 18°C Tagestemperatur für eine Boa in orndung sind oder nicht.
      Hört sich vielleicht etwas kindisch und unüberlegt an,aber gibt es nicht die Möglichkeit,sich beim zuständigen Vet.-Amt zu melden,denen zu zeigen,dass man Ahnung hat und die dann vielleicht bei der Kontrolle unterstützt,sollte so eine Verordnung rauskommen,dass doch mal alle "Kevins" unter uns kontrolliert werden?
      Das würde mich mal interessieren,dann kann jeder seinen eigenen Beitrag dazu leisten, die schwarzen Schafe unter uns auszusortieren und dafür zu sorgen,dass die Terraristik insbesondere die Schlangenhaltung wieder einen etwas besseren Ruf bekommt und wir nicht mehr als Spinner oder Freaks bezeichnet werden. Ich muss mir auch ständig von anderen Leuten sagen lassen, dass exotische Tiere in einer Wohnung nichts verloren haben, aber ich möchte meinen Kindern später nicht in einem Buch zeigen:" Hey,das ist ein Baumpython,aber leider sind sie ausgestorben,weil Mama in ihrer Ausbildung zu viele College-Blöcke gebraucht hat und zu viel mit dem Auto gefahren ist." Und wenn ich meinen Arbeitskollegen diesen Satz auftische,schütteln sie nur den Kopf. Die ganze Sache hat auch etwas mit Arterhalt zu tun,oder findet ihr nicht?
      Gruß
      1.0 Biak
      1.1 HY Sorong
      0.1 Aru/Sorong
      0.1 Sorong
    • Das war ja auch mein Ansatz, selbst bei den sogenannten "einfachen" Arten passiert so viel Mist. Das Problem von Kornnattern ist halt, das sie so robust sind und auch mit fehlerhaften Haltungsparametern noch gut vor sich hin vegetieren. Den Sachkundenachweis müsste man nicht bei Behörden ablegen sondern bei dafür eigens bestellten Prüfern. Das würden erfahrene Terrarianer sicherlich machen bzw. machen sie ja auch schon. Auch einige Zoologen und Tierärzte machen dies schon. Das jetzt in jedem Veterinäramt ein Sachkundiger Mitarbeiter sitzt wäre vollkommener Quatsch. Beim Straßenverkehrsamt kennen arbeiten ja auch Leute die keinen Führerschein haben.

      Darum geht es ja bei solch einem Nachweis. Er ist für die Behörden ein verbindliches Dokument das ihnen garantiert, das der Halter mit seinen Tieren ordnungsgemäß umgeht. Wenn überhaupt müssten dann nur noch sporadische Kontrollen durchgeführt werden. Und ein Tierausbruch oder Anzeige bei Nichteinhaltung müsste dann entsprechend geahndet werden. Und wenn so ein "Kevin" dann zum 3. Mal melden muss, das seine heißgeliebte Boa Constrictor mal wieder ausgebrochen ist, ja dann kann man sich wirklich überlegen, diesem Halter die Tierhaltung zu verbieten.

      Generell soltle man sich dann auch überlegen diesen Nachweis zu staffeln, sei es nach Altersgrenzen und/oder nach Arten. Ich wäre auch dafür, wenn sich jemand Giftschlangen halten will, das er neben dem Sachkundenachweis auch einige Jahre schon andere Arten gepflegt hat. Und hier sollte dann nicht nur der Nachweis erfolgen sondern auch eine Überprüfung vor Ort durch einen Experten ob diese Tiere sicher und Artgerecht gehalten werden.

      Und jeder Händler sollte dazu verpflichtet werden wenn er Tiere verkauft, das er eine Kopie des Sachkundenachweises sowie die entsprechenen Halterdaten bekommt incl. Kopie des Personalausweises.

      Eines der Hauptprobleme ist nämlich, das sich wirklich jeder "Kevin" sowohl im Internet wie auch auf den einschlägigen Börsen diese Tiere für kleines Geld einfach mitnehmen kann. Bis jetzt ist es so, das der Käufer sich beim Amt melden muss um seine Tiere anzumelden. Besser wäre es aber, das die Händler solche Daten sofort an die Behörden weitergeben, dann "vergisst" der Käufer das auch garantiert nicht.

      Es gäbe viele Möglichkeiten dieses zu Regeln, man sollte nur mal den Anfang machen. Denn in einem Punkt hat diese Panikmache tatsächlich Recht: Es kann nicht angehen, das sich wirklich jeder ohne Problem eine gefährliche Tierart einfach so kaufen kann.
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    • Hallo,
      auch in Ö werden sich die Verantwortlichen Gedanken machen müssen, wie sie das durchsetzen wollen.
      Hier in D wäre ein generelles Haltungsverbot ohne Bestandsschutz und Übergangsfristen eine Enteignung, die einen Anspruch auf Entschädigung nach sich ziehen würde. Ich glaube kaum, dass die Gesetzeslage in Ö grundlegend anders ist. Eine Durchsetzung ohne Bestandsschutz wäre schlicht nicht bezahlbar und die Verwaltungsgerichte wären auf Jahre hin blockiert.
      Vor allem: Wohin mit den Tieren? Masseneuthanasie? Kann ich mir nicht vorstellen, da hätten die Halter sogar die PETA auf ihrer Seite. :D

      Ebenso wenig glaube ich daran, dass der Staat sich ein Heer von Beamten oder Angestellten leisten kann, die die artgerechte Unterbringung regelmäßig überprüfen; wir haben ja nicht einmal genügend Lebensmittelkontrolleure - und da geht es um unsere Nahrung und nicht um ein Hobby.

      Sachkundenachweis? Eigentlich eine gute Idee, aber was bringt er wirklich?

      torsilinfo schrieb:

      Darum geht es ja bei solch einem Nachweis. Er ist für die Behörden ein verbindliches Dokument das ihnen garantiert, das der Halter mit seinen Tieren ordnungsgemäß umgeht.

      Ein netter Gedanke, aber ein wenig naiv.
      Die allermeisten Wildsäue auf unseren Straßen haben einen Führerschein, der garantiert also auch kein regelkonformes Verhalten.

      Gruß, Jochen
    • Regelkonformes Verhalten wird der Sachkundenachweis sicherlich nicht bringen, Idioten wird es immer geben. Wie der Führerschein auch wird aber zumindestens eine Hürde gesetzt und Grundwissen vermittelt.

      Und die Einstellung "was soll der bringen" ist auch nicht richtig. Es geht darum, das wir als verantwortungsbewusste Tierhalter solch eine Regelung wünschen sollten, denn diese Regelung bedeutet in gleichem Maß auch erst einmal Schutz vor behördlicher Willkür.

      Wenn es in Österreich soweit kommen sollte, dann kann man nicht immer alles auf die sogenannten "Kevins" schieben. Die waren sicher der Auslöser, aber die Resistenz die manche Tierhalter an den Tag legen ist ebenfalls ein Grund dafür.

      Und solche Vorschläge sollten aus der Szene kommen, denn so setzt man Zeichen und nicht darauf warten, das plötzlich der Gesetzgeber kommt und einem diktiert wie und ob man überhaupt seine Tiere halten soll und kann.

      Alle reden von der "Demokratie" die nix bringt, aber in Wirklichkeit ist es die Trägheit, die dazu führt das Leute über unser Hobby entscheiden die keine Ahnung davon haben.
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    • Hallo,

      ich gestehe nicht alle 2 Seiten gelesen zu haben. Ich möchte aber hier folgendes, welches wir in einen Brief an den Bundesminister verfasst haben - wie in anderen Quellen angeben (Hoffer die Verlinkung stöhrt nicht, aber nich möchte nicht alles nochmals posten):

      reptilienforum.at/rechtliches-…erreich-2.html#post193343

      Hier meine offizielle Stellungnahme als Fachbeirat für rechtliches:

      facebook.com/permalink.php?sto…15847723601&id=1000665678

      LG

      Martin