Rückwand mit tükken

    • Rückwand mit tükken

      Hallo Community,
      Ich stehe vor einem, für mich, kniffligen Problem. Ich habe Anfang des Jahres ein Terrarium gebaut. Als die Gestaltung der Rückwand dran war, entschied ich mich für xaxim ( im Nachhinein ein Fehler). Ich dachte alles würde schön mit moos begrünen, aber pustekuchen!!!
      Jetzt bin ich soweit, dass ich gerne eine neue Rückwand bauen würde.sie soll alle 3 Wände abdecken
      Jetzt kommt mein Problem:die Rückwand will ich aus Styropor und Fliesenkleber modellieren.
      Ich habe mir auch schon die ganzen Materialien zusammengesucht.
      Aber es stehen noch einige fragen im Raum die ich vorher noch klären will.
      Wie viel zeit muss ich zum aushärten des epxidharzes ca einplanen? Die vollen sieben Tage wenn angegeben? Gibt es irgendwelche Tipps und Tricks die man beachten sollte?
      Ist es nicht zu vielstress für datierten es innerhalb von ca.10 Tagen 2 mal umzieht?
      Anbei noch ein Bild von ist- Zustand

      Vielen dank Daniel
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    • Hallo Daniel,

      da ich all meine Becken bisher so gebaut habe, hoffe ich das ich dir weiterhelfen kann. Mein erstes Becken mit dieser Methode hab ich 2009 gebaut und es hat noch keine Probleme mit der Rückwand gegeben. Wovon ich abraten kann sind selbstgebaute Wasserfälle, damit hatte ich bisher noch nicht viel Glück.

      Epoxidharz find ich persönlich sehr praktisch. Es ist wirklich sehr robust wenn es komplett ausgehärtet und auch dick genug aufgetragen wurde. Mit ein wenig Farbe darunter kann man schöne naturnahe Rückwände bauen. Das Harz hab ich persönlich immer doppelt aufgetragen, die erste Schicht einige Stunden antrocknen lassen und dann mit einer weiteren darüber gehen. Auf diese Schicht hab ich dann noch Sand aufgetragen um noch ein natürlicheres Aussehen zu schaffen. Ich würde dir schon dazu raten das ganze gut aushärten zu lassen. Es scheint zwar nach ein- bis zwei Tagen schon ausgehärtet zu sein, aber ein Tier würd ich noch nicht in das Becken setzen. Vor allem sollte das Terrarium vor Einsetzen des Tieres auch min. 2 Wochen einlaufen, selbst wenn es vorher schon einmal in Betrieb war.
      Davon profitiert auch dein Tier, dann hat es nicht den Umzugstress gleich schlag auf schlag. Wenn bei mir ein Tier krank wurde dann nur nach einem Umzug in ein neues Becken, obwohl ich eigentlich versuche es so stressfrei wie möglich zu gestalten.

      Ansonsten hab ich auch schon gute Erfahrung mit dem Einsatz von Bauschaum machen können, würd ich evtl. als Alternative zum Styropor sehen, solang das Becken nicht allzu groß ist. Lässt sich schöner verarbeiten als das Styropor. Fließenkleber auch immer gut trocknen lassen und nicht zu warm stellen sonst können Risse enstehen wenn er zu schnell antrocknet.

      Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen... auf meiner Homepage hab ich übrigens die kompletten Baudokus meiner Becken und weitere Infos
      juravivaria.com

      Schönen Gruß und viel Erfolg
      Nicole
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      JuraVivaria
    • Hi Nicole

      Danke für die vielen Informationen! Und vor allem für den link, die Bilder haben mir sehr weitergeholfen. Ich hatte es auch so vor wie du es beschrieben hast. War mir aber nicht hundertprozentig sicher ob das auch der richtige weg ist. Dafür hab ich ja jetzt die Bestätigung.
      Gäbe es eine Möglichkeit die Oberfläche so zu gestalten das sich an manchen stellen Moos ansetzt oder wäre dieses Kontra produktiv?
    • Bei Epoxidharz ist das absolute Minimum 2 Wochen auslüften zu lassen, da das Material sehr lange ausdampft und sehr giftig ist. Sogar nach mehreren Monaten gibt das Material noch Schadstoffe ab. Deswegen habe ich mich gegen das Material entschieden. Aber bei einem Feuchtraumterrarium wirst du kaum um das Zeug herum kommen, wenn du im Eigenbau eine Rückwand modellieren möchtest. Bei Tieren aus weniger feuchten Gebieten, funktioniert es auch sehr gut mit Leim oder Spielzeuglack auf Wasserbasis. Allerdings ist das nicht ausreichend wasserfest, fällt also aus :(
    • Hallo,

      freut mich das ich weiterhelfen konnte.
      Leicht ist es nicht Moos an einer glatten Fläche anwachsen zu lassen, aber unmöglich sicherlich auch nicht, bei genügender Feuchtigkeit.
      Für das Mooswachstum muss es schon dauerhaft sehr feucht sein, da würde ich mir ein wenig Gedanken machen ob es der Schlange nicht zuviel wird. Die Abtrocknungsphasen sind schon auch wichtig.
      In meinem Amphibienbecken hab ich eine Rückwand mit der gleichen Technik, dort herrschen fast immer 95 - 100% Luftfeuchte, dort schaff ich es das an der Wasserstelle Moos anwächst, bzw. sich von selbst bildet.
      Hab über die Zeit festgestellt das mit dem Kalk im Wasser die Wände immer rauer werden und fast wie Stein wirken. Auch in den Schlangenbecken stell ich das fest. Auf dieser rauen Oberfläche wächst dann auch eher etwas an. Dies lässt sich auch mit dem Bestreuen von Sand erreichen, wenn das Harz noch nicht ganz ausgehärtet ist.

      Also ich hab mit dem E45 auch gute Erfahrungen gemacht, hatte das Flüssigere weil es leichter aufzutragen ist. Hab's über einen Amphibienshop gekauft. Es wird dort speziell für den Terrarienrückwandbau vertrieben. Riechen tut es so gut wie gar nicht, nach 1-2 Tagen merkt man nichts mehr. Gut ausdünsten würd ich es aber trotzdem lassen, da es ja trotzdem Schadstoffe abgeben kann auch wenn man nichts davon bemerkt.

      Hatte es nach dem Austrocknen für ein Paludarium mit Fischen und Amphibien verwendet. Die Bewohner haben keinen Schaden genommen und ich denke Amphibien sind was Giftstoffe angeht schon am empfindlichsten. Kann also nur Positives berichten.
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