Anfänger und Züchterfrage

    • Anfänger und Züchterfrage

      Hallo zusammen,

      ich interessiere mich schon lange Jahre für die Haltung von Schlangen und nun soll es nun endlich
      bald soweit sein.

      Über die Art bin ich mir noch nicht 100%ig sicher, aber die Auswahl ist zumindest schon mal eingegrenzt
      werden in folgende Arten bzw. Morphen

      Königspython (Albino, Piebald, Killerbee, Bumblebee)
      Boa Constrictor Imperator (Costa Rica, Honduras)
      grüner Baumpython (High Yellow Sorong)

      Allerdings hab ich noch ein paar offene Fragen, die ich gerne vorab mit Züchtern der Rasse
      erläutert hätte.

      Ist es möglich eine 2013 Nachzucht schon bereits am Anfang in das Endterrarium zu setzen
      und wenn ja worauf muss dann geachtet werden?

      Ich habe die Möglichkeit ein Terrarium bis zu den folgenden Maßen aufzustellen.
      Breite bis max. 170cm
      Tiefe bis max. 70cm
      Höhe bis max. 200cm

      Worauf sollte ich beim Erwerb von Jungtieren genau achten? Und wie hoch sind die in etwa zu
      erwartenden Nebenkosten (Futter, Strom und Co.) und welcher Bodengrund ist zu empfehlen?
      Denn gerade über letzteres gehen die Meinungen im Netz ja weit auseinander.

      Könnt Ihr mir vllt zum Einen auch ein paar sehr gute Züchter der Rasse empfehlen, eventuell
      wenn möglich auch im Bereich Hessen/NRW/Rheinland-Pfalz.

      Vielen Dank schon einmal vorab für Eure Hilfe.

      Grüße
      Chris
    • dein terra und was rein

      Hallo Chris
      willst du das terra unterteilen oder als ein großes nutzen?
      Nachzuchten egal welcher art bei der größe sieht aus wie wen n wienerle(würstchen) ins Olympiastadion wirfst!!
      Selbst für Baumis (meine meinung) viel zu hoch und zu lang.
      lg Werner
    • Hallo

      beim Züchter kann ich dir Marcel Hoffmann aus Lünen (NRW) ans Herz legen, da habe ich meinen ersten Chondro erworben.

      Der selbige hat übrigens auch ein klasse Buch über Chondros raus gebracht.

      Dein Becken ist auch meiner Meinung nach viel zu hoch und zu breit für das Tier und ich bin auch der Meinung, das das Terra mit dem Tier mitwachsen soll.
    • Vielen Dank schon einmal für Eure Rückmeldungen.

      Die Größe des Terras war auch nur das, was ich maximal einrichten kann bei mir zu Hause.
      Von daher war das von der Größe ja gar nicht fix.

      Aber die entscheidende Frage ist wohl ob es Sinn macht als "Einsteiger" in die Schlangenhaltung
      mit einer Baumpython anzufangen oder lieber mit was anderem.

      Wie sieht es mit dem Handling der Chondros aus?

      Grüße
      Chris
    • Hallo Chris,

      grundsätzlich sollte man sich die Schlange holen, die einem gefällt. Es bringt rein gar nichts, wenn Du Dir eine sogenannte "Anfängerschlange" holst an der Du keinen Spaß hast.

      Die Haltung von Baumpythons ist kein Hexenwerk und wenn Du hier im Forum liest und Dich entsprechend mit der Literatur beschäftigst ist das kein Problem.

      Die einen schwören darauf, das sie Ihre Terrarien mit den Tieren mitwachsen lassen, weil sich Jungtiere in kleinen Terrarien meistens sicherer fühlen. Man kann Sie aber auch ins Endterrarium setzen, wenn dieses dicht bepflanzt ist, so das genügend Versteckmöglichkeiten für die Tiere da sind. Man sieht sie halt dann nicht so oft, aber das legt sich sobald sie sich eingewöhnt haben.

      Zum Handling: Ich handle meine Schlangen so gut wie gar nicht, meine Sorong-Biakdame ist mehr Biak als Sorong und faucht mich auch schon mal tagsüber an, sie ist sehr wachsam. Mein SoJa Tier ist eher ruhig, allerdings hatte ich bisher auch keinen Grund, das Tier aus dem Terrarium zu holen. Mein verstorbenes Biakweibchen, war Agressiv ohne Ende und als sie zum Tierarzt musste, war das immer ein Kampf, sie aus dem Terrarium zu holen. Man darf halt keine Angst haben und sollte sicher und beherzt mit den Tieren umgehen. Und wenn sie Dich dochmal erwischen, tja dann blutet es halt, tut weh und das war es auch schon. Viel Schlimmer ist eigentlich das was mit der Schlange passieren kann, ich kenne Leute, da flogen die Schlangen durch die Gegend, weil die sich total über den Biss erschrocken hatten........
      Aber generell sind Baumpythons, wie auch alle anderen Schlangen einfach keine Tiere, die man oft anfassen sollte, auch wenn man als Neuling dieses Bedürfnis verständlicherweise hat.

      Zum Schluss noch eine Anmerkung: Baumpythons werden nicht ohne Grund auch gerne "Grüne Langweiler" genannt. Sprich, wenn es diesen Tieren gutgeht führt das oft zu einer "Minimalaktivität". Als Beispiel mein verstorbenes Biakweibchen: Sie hatte Ihren Stammast, diesen Ast hat sie nie verlassen. Tagsüber hing sie dort in der allgemein bekannten Schlafposition, nachts hängte sie Ihren Kopf nach unten und wartete auf Futter. Sie hat von dieser Stelle Kot abgesetzt und hat sich auch an dieser Stelle immer gehäutet.

      Wenn Dir das nichts ausmacht, dann ist der Baumpython ein prachtvolles Tier, das alleine nur aufgrund seiner Schönheit die Leute in den Bann zieht.

      Viele Grüße
      Gerd
      0.1 Heterodon nasicus
      0.2 Morelia viridis
      2.1 Pantherophis guttatus
      2.1 Python regius
      0.0.1 Corallus hortulanus
    • Hi!

      Ich kann mich da Gerd nur anschliessen, will nur nochmal unterstreichen dass du dich vor der Anschaffung eines Baumpythons unbedingt in das Thema einlesen solltest, es gibt einige sehr gute Bücher über Baumpythons, unter anderem natürlich das Kompendium von Greg Maxwell, welches als Chondrobibel gehandelt wird. Vor kurzem (ich glaub letztes Jahr) kam noch ein neues Buch heraus, kann dir aber im Moment nicht sagen wie es heisst und wer der Autor ist. Aber hier sind sicherlich Leute die dir das sofort sagen können.

      Und noch zum Thema Anfängerschlange: Meine erste Schlange war ein grüner Baumpython (auf dem Bild zu sehen) und der entwickelt sich bis heute bestens. Allerdings habe ich mich vor der Anschaffung fast 2 Jahre damit beschäftigt, ich behaupte sogar alles gelesen zu haben was es über Baumpythons gibt. Allerdings hätte ich schon nach einem Buch einen Baumpython ohne Problem pflegen können, bei mir war es eher eine gewisse "Besessenheit" von diesen Schlangen da sie mich absolut faszinieren und es für mich sowiso keine schönere Schlange gibt als diese... :)

      MfG
      Ronny
    • Hi,

      auch ich erhielt anfangs den Rat, lieber mit einem Python regius anzufangen - welchen ich jedoch nicht befolgte.

      "Das Kompendium" (Maxwell) hat mir während der Planung schon gute Dienste erwiesen, weiterhin suchte ich verschiedene Haltungsberichte und sprach mit privaten Haltern.

      Nun erwarb ich meinen Sorong vergangenen Februar. Bisher erfreut er sich bester Gesundheit. Allerdings - sie sind zwar wunderschön, aber tagsüber doch recht langweilig^^

      Mein Tier hat einige Ruheäste, die er tagsüber aufsucht. Wenn das Licht dann ausgeht, bezieht er auf seinen Fangast Position, den er auch erstmal nicht verlässt. Nur kurz vor der nächsten Fütterung ist er immer aktiv - vorher gibts in der Regel auch nix zu Fressen ;)

      Als Bodengrund nutze ich Laubwalderde und mache mir deren Kleinstorganismen zu Nutze. Kot musste ich in der ganzen Zeit nur 2x entfernen. Einzige Pflegearbeiten im Becken: Sprühen und Pflanzen stutzen.

      Unser Tier bewohnte von Anfang an ein Aufzuchtsterrarium mit 80x70x70 (HxBxT), sein Endbecken ist mit den Grundmaßen 120x110x80 geplant, wobei die Höhe ist noch variabel ist

      Was da an Stromkosten auf dich zukommt, kann ich schlecht sagen. Wir erhöhten den Abschlag mit dem neuen Terrarium direkt um 30 Euro und haben keine Nachzahlung an Strom zu erwarten (Auskunft unseres Stromversorgers). Die Futterkosten im Monat sind meiner Meinung nach verschwindend gering.
      LG Silke
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