Baumpython frisst nicht mehr

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    • Baumpython frisst nicht mehr

      Hallo zusammen!

      Ich bin neu hier und habe mit meinem Baumpython ein Problem!

      Er frisst nicht mehr

      zu den Umständen!

      Das Tier ist ca 1 bis 1,5 Jahre alt genau konnte es der Verkäufer nicht sagen!

      Ihn kontaktieren ist auch nicht so einfach, da er aus dem Ausland kommt

      Ich habe das Tier am 12.4 gekauft. Am 19 und 26.4 hat er je ein Ratten Specky gefressen!

      Kot hat er danach noch ohne Probleme abgesetzt!

      Seit dem aber nichts mehr, Als ich ihn gekauf habe, hat er 230 g gewogen!

      Im Terrarium sind ca eine Temperatur von 29 Grad Senror ca 5 cm über dem Liegeast und ein stück neben dem Heatpanel!

      Die LF liegt zwischen 60 und 90% ! Ich sprühe so, das der Bodengrund immer erst leicht abgetrocknet ist!

      Ich habe die Vermutung das das Tier in die Häutung geht, aber wir reden da jetzt ja schon von fast 30 Tagen! ich finde das ein wenig lange!

      Seit 3 Tagen versteckt er sich hinter der Pflanze und ist auch nachts nicht mehr aktiv!

      Ich habe mal 2 Fotos an gehangen! Eins ist vom 17.4. und das 2 vom 22.5. hier ist das Tier wesentlich blasser!

      Ich hoffe ihr könnt mir helfen!

      Danke Carsten
      Bilder
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    • Hallo carsten:). Also ich bin ja ziemlich neu was baumpythonhaltung angeht abet ich glaub schon das er in die häutung kommt. Hat er sonst probleme ? Milben oder so ? Würd einfach mal abwarten ne woche ! Aber ein schönes tier hast du da ;) is das ein biak ? Ach ja du sagst dein python wiegt 230 g ? Mein aru is im märz 2014 geboren und wiegt 80 g .Jetzt mach ich mir grad bissl gedanken :-/. Geht jetzt meine wage net richtig oder deine ?? Wie schwer müsste ein ca1 jahr und zwei monate alter baumi wiegen ? Gruss Marco
    • Ja ist ein BIAK!

      Milben kann ich verneinen!

      Wie schwer oder leicht das Tier sein muss, kann ich nicht sagen, denn ist halt mein erster!

      Richtig Gedanken mache ich mir erst, wenn er einfällt und Falten bekommt! Finde es halt nur ungewöhnlich, das er jetzt seit 30 Tagen nicht gefressen hat, eine Häutung dauert doch nicht so lange, oder?
    • Also wenn das wer liest wäre schön wenn ihr uns sagen könnt wie schwer ein baumpython mit ca 1-1,5 jahren wiegen sollte . Zur häutung kann ich nur sagen wie es bei meinen war ! Wie ich schon sagte , meiner ist im märz 2014 geboren! Bekommen habe ich ihn am 2.9.14 die Häutungen waren am 30.9 .14. 17.12.14 8.3.2015 zur zeit is er wieder milchig ,denk also das er bald wieder mit der häutung anfangen wird. Du siehst also das sie ab der zweiten häutung von mir alle drei monate sich gehäutet hat. Denk deiner is bald dran ;)
    • Hallo Marco

      Deine Frage nach dem Gewicht lässt sich nicht so einfach beantworten, einen BMI für Chondros gibt es halt nicht :D . Bei einem gesunden Jährling kann man als Faustregel mit ca. 100 g rechnen, wobei die Schwankungsbreite sehr gross ist und von verschiedenen Faktoren abhängt: Wie gut frisst das Tier, macht es Fresspausen, wie oft und wie viel wird gefüttert, was wird gefüttert (Ratten sind kalorienreicher als Mäuse). In der mir bekannten Literatur werden 65 - 100 g angegeben, wobei ich nicht weiss, auf welche Stichprobengrösse sich diese Zahlen beziehen. Ich selbst habe 35 Tiere aufgezogen und konnte nach einem Jahr Gewichte von ca. 120-140 g, z.T. auch bis 200 g beobachten. Das tiefste Gewicht hatte ich bei einem hartnäckigen Futterverweigerer unter Zwangsfütterung, der wog nach einem Jahr erst 40 g.
      Mit 1.5 Jahren konnte ich so um die 230- 250 g beobachten mit Ausreissern bei sehr grossen Weibchen bis zu 450 g. In der Literatur habe ich mit 1.5 Jahren Angaben von 105-170 g gefunden.
      Wie Du sehen kannst sind die Schwankungen sehr gross, wobei Chondros in Terrarien gegenüber freilebenden Tieren allgemein eher (zu) gut gefüttert sein dürften!

      Viel wichtiger als das absolute Gewicht ist für mich die Beurteilung des Ernährungszustandes. Aufgrund von Bildern ist dies nicht immer ganz einfach, am besten nimmt man das Tier dazu in die Hand und braucht natürlich auch etwas Erfahrung.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0
    • Hallo Carsten

      Das klingt jetzt alles etwas dubios: Der Verkäufer im Ausland kann nicht kontaktiert werden, das Alter des Tieres ist nicht bekannt und wahrscheinlich auch sonst nicht viel. Bis zum Beweis des Gegenteiles deutet das für mich sehr auf einen Wildfang hin. Sind denn wenigstens die vorgeschriebenen CITES-Papiere vorhanden?
      Das von Dir angegebene Gewicht dürfte in etwa zu einem Alter von 1.5 Jahren passen und käme das Tier nachgewiesenermassen aus einer seriösen europäischen Nachzucht würde ich sagen, dass Dein Chondro ein Männchen in der Pubertät ist und deshalb das Fressen verweigert. Solche Fresspausen dauern meist mehrere Monate (die längste, die ich selbst erlebte ging 1 Jahr), sind kein Grund zur Beunruhigung und es kommt dabei nur zu einer geringen Gewichtsabnahme. Dazu passt aber hier die nächtliche Inaktivität nicht, bei einem pubertierenden Männchen würde man das Gegenteil erwarten. Für eine Pre-shed als Ursache sind mir 30 Tage zu lang.

      Wildfänge sind fast immer mit Parasiten belastet, haben ein hohes Krankheitsrisko und sind sicher nichts für einen Anfänger. Falls dies nicht schon gemacht wurde, würde ich unbedingt stuhlparasitologische Untersuchungen veranlassen, was allerdings nicht ganz einfach sein dürfte, da das Tier erst gekotet hat. Wichtig ist auch eine regelmässige Kontrolle des Gewichtes.
      Auch wenn eine Beurteilung anhand von Bildern nicht ganz einfach ist, frage ich mich doch, ob der Ernährungszustand nicht bereits etwas reduziert ist. Zusammen mit der neu aufgetretenen Lethargie würde ich in einem solchen Fall den Besuch bei einem reptilienkundigen Tierarzt nicht zu lange hinauszögern.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0

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    • Der Züchter sitzt in Frankreich und Papiere sind vorhanden! Ein WF ist es nicht! Da ist also alles ok, Parasieten konnte ich nicht ausmachen!

      Es kann natürlich sein, dass er (es ist ein Bock) nachts aktiv ist (ich sag mal zwischen 23 Uhr und 6 Uhr) da habe ich es noch nicht kontrolliert!

      Die Beleuchtung ist von 7-19 Uhr an!

      Ich werde mal vermehrt drauf achten ob er in dem Zeitraum aktiv ist!

      Einen Gewichtsverlust konnte ich auch noch nicht feststellen!

      Gruß Carsten
    • Blomy72 schrieb:

      Ein WF ist es nicht!

      Ich hoffe, Du habest recht. Welche Belege hast Du denn dafür, wenn der Verkäufer nicht einmal das Schlupfdatum angeben konnte? Dazu gehören für mich eine Bilddokumentation von Gelege und Schlupf sowie v.a. auch Bilder des Schlüpflings mit guter Erkennbarkeit der Kopfzeichnung, die eine eindeutige Identifiaktion des Tieres analog einem Fingerabdruck erlaubt.

      Leider werden immer noch Chondros in grosser Zahl illegal aus Indonesien exportiert. Da ein Exportverbot für Wildfänge (WF) besteht, werden in Zuchtfarmen regelrechte "Schlangenwäschereien" betrieben und WF dort zu Farmzuchten umdeklariert und exportiert. Es wird geschätzt, dass es sich bei den Exporten von Chondros aus Indonesien in mindestens 80% um WF handelt (Lyons et Natusch: Wildlife laundering through breeding farms: Illegal harvest, population declines and a means of regulating the trade of green pythons (Morelia viridis) from Indonesia (2011)).
      In der Schweiz sind mir konkret zwei Fälle bekannt, in denen mit grosser Wahrscheinlichkeit solche Tiere zu einem Spottpreis importiert und diejenigen, welche die Tortur des Transportes überleben, dann mit einem happigen Profit als CH-Nachzuchten verkauft wurden. Der Käufer kann sich dann mit den Folgen dieses Betruges herumschlagen. Im einen Fall sind zwei Tiere kurz nach dem Kauf eingegangen, im anderen war das Tier mit drei verschiedenen Endoparasiten belastet und deutlich untergewichtig, entwickelte sich aber nach der Elimination der Parasiten prächtig. Leider ist es äusserst schwierig, in solchen Fällen den Tatbestand eines Betruges nachzuweisen.

      Blomy72 schrieb:

      Parasieten konnte ich nicht ausmachen!

      Es wurde also bereits eine Stuhlparasitologie durchgeführt?

      Ich hoffe sehr, dass es sich bei Deinem Tier nur um eine pubertäre Fresspause handle, aber eine gesunde Skepsis ist im Interesse des Tieres immer angebracht.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von swisschondro ()

    • Danke Martin für die schnelle antwort :). Ich hab mir auch schon gedanken gemacht ob ich vielleicht zu Klein fütter !mein züchter hat mal gesagt das ich lieber Klein anfangen soll und nicht zu schnell auf grössere umsteigen soll da sonst die schlange zu schnell wächst und der kopf aber Klein bleibt. Im moment fütter ich ihn alle 7-9 tage mit einer babymaus 5 gr!sollte ich doch schon auf ratten umsteigen ? Wie schwer sollten die dann sein? Und wie oft bekommt er dann eine ?
    • Hallo Carsten

      Da sträuben sich bei mir die Nackenhaare! Das ist ja ein Tierfabrik sondergleichen. Hast Du das gesehen: Die halten 5000 bis 10000 Tiere zur "Akklimatisation und Reproduktion". Zumindest ein Teil der Chondros wird als Farmzuchten deklariert (wie oben erwähnt sind dies in mehr als 80% getürkte WF). In Deutschland gibt es mittlerweile ein sehr gutes Angebot von seriösen DNZ zu durchaus vergleichbaren Preisen, weshalb also eine solche windige Firma unterstützen mit dem zusätzlichen Risiko beträchtlicher Tierarztkosten (ganz abgesehen von den tierquälerischen Transportbedingungen)?

      Blomy72 schrieb:

      Die Kotprobe war ohne Befund, also ok!

      So einfach ist es leider nicht. Stuhlparasitologische Untersuchungen haben eine rel. gering Sensitivität, d.h. eine grössere Anzahl von Parasiten wird nicht erfasst, entweder weil sie nicht kontinuierlich ausgeschieden werden und in der erfassten Probe gerade keine vorhanden sind oder weil sie bei der Untersuchung übersehen werden. Ich kenne nur Zahlen aus der Humanmedizin. Dort rechnet man mit einer Sensitivität von 60% bei einer Untersuchung, d.h. in 40% wird ein relevanter Parasit verpasst. Bei 3 Untersuchungen verschiedener Kotproben steigt die Erfolgsrate dann auf 80% (aber 20% werden immer noch verpasst!). Sollte Dein Tier sich also weiterhin auffällig verhalten und/oder Gewicht verlieren, würde ich unbedingt weitere Untersuchungen vornehmen lassen.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0
    • Hallo Marco

      Die Grösse der Futtertiere ist ein kontroverses Thema und es gibt wohl keine absolute Wahrheit. Dass der Kopf klein bleiben soll, halte ich für sehr phantasievoll, ebenso wie die gegenteilige Behauptung, man müsse möglichst grosse Futtertiere abgeben, damit der Kopf grösser werde 8o .
      Ich habe aber schon den Eindruck, dass Dein Chondro zumindest im Vergleich mit anderen in Terrarien gehaltenen Tieren eher auf der leichteren Seite ist. Wir wissen immer noch sehr wenig darüber, wie es sich in freier Wildbahn damit verhält. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest empfehle ich die Dissertation von David Wilson (Downloadlink hier ganz unten).Trockene wissenschaftliche Literatur, aber sehr aufschlussreich.
      Ich kann Dir nur sagen wie ich es seit 10 Jahren erfolgreich mache. Weil es eine der häufigen Fragen ist, habe ich meine Empfehlungen in einem Caresheet zusammengefasst.
      Konkret würde ich Deinem Tier ca. 10g alle 7-10 Tage geben. Ob Ratten oder Mäuse verwendet werden sollen, ist ebenfalls kontrovers. In den USA wird aktuell von Ratten grundsätzlich abgeraten, da sie einerseits hochkalorischer sind und Chondros eh schon zum Verfetten neigen und andererseits der dichtere Pelz Verstopfung und damit Darmvorfälle begünstigen soll. Ich persönlich verwende beides und bin mir nicht so sicher, ob es wirklich einen wesentlichen Unterschied ausmacht. Wichtig ist die regelmässige Gewichtskontrolle (ich wäge meine Adulti ca. 2x/J nach dem Abkoten) und eine Reduktion der Nahrungsufuhr bei zu starker Gewichtszunahme.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0
    • Ok danke Martin :). Hab ich mir schon fast gedacht das ich vielleicht langsam ne nummer grösser füttern kann ! werd mir jetzt dann mal junge ratten zulegen dann wir er scho mal bissl kräftiger werden :-D.Denk mal das es bestimmt dann auch ein bock is weil die ja e kleiner wie die weibchen sind !. Also danke nochmal für die antwort ! Schönen abend euch allen noch :)
    • marco79 schrieb:

      Denk mal das es bestimmt dann auch ein bock is weil die ja e kleiner wie die weibchen sind !.


      Der geschlechtsspezifische Grössenunterschied beginnt sich erst mit Eintritt der Pubertät ab ca. 1.5 Jahren zu entwickeln, bei Deinem Tier wegen des tiefen Gewichts wohl eher etwas später. Ein Rückschluss vom Gewicht auf das Geschlecht ist zum aktuellen Zeitpunkt also noch nicht möglich. Interessant ist auch, dass dieser Unterschied ein Effekt der Terrarienhaltung zu sein scheint. Wilson (vgl. oben) fand bei seiner Feldstudie in Cape York keine geschlechtsspezifischen Grössenunterschiede. Ich erkläre mir dies damit, dass in der Natur das Nahrungsangebot für beide Geschlechter knapp ist, während in unseren Terrarien die Weibchen praktisch immer zu fressen bekommen, während die Männchen Fresspausen einschalten.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0