Männchen verhält sich anders nach Paarung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Männchen verhält sich anders nach Paarung

      Hallo ihr Lieben,

      vielleicht könnt ihr uns sagen, ob das Verhalten von unserem Männchen normal ist und wir uns nur zu schnell Sorgen machen? :/

      Im Oktober haben sich unsere beiden "Großen" das erste Mal gepaart, soweit alles normal gewesen.
      Seit circa 2 Wochen ist es so, dass das Männchen sehr aktiv ist, er kriecht den ganzen Tag und die ganze Nacht durchs Terra und frisst auch seit knapp 2 - 3 Wochen nicht mehr. Heute war es das erste Mal so, das er 2 Stunden einfach im Seramis lag. Er hat sich zusammengerollt, als würde er jetzt die Aufgabe der Eiablage übernehmen. ?( Ich habe mal ein Bild dazu gemacht. Er liegt genau unter dem Weibchen.

      Wir haben uns belesen und herausgefunden, das wenn die ganze Sache "gefruchtet" hat und es zur Ovulation kommt, das Weibchen nicht mehr frisst und das Männchen unter Umständen diese Fresspause auch mitmacht. Allerdings frisst das Weibchen wie ein Berserker.. und wird in der Mitte immer dicker, auch bevor sie gefressen hat :D

      Alles ein bisschen verwirrend .. Falls ihr Fragen oder vielleicht auch weiterhelfen könnt, wäre das super! :)

      Danke schon mal im Voraus!

      Julia und Kevin
      Bilder
      • IMG-20151220-WA0005.jpg

        188,98 kB, 900×1.600, 129 mal angesehen
    • Hallo Julia und Kevin

      Männchen machen während der Paarungszeit typischerweise eine Fresspause und sind gleichzeitig sehr aktiv. Mit 2 Jahren befindet sich Euer Tier ausserdem noch in der Pubertät, weshalb ich eher mit einer etwas längeren Pause rechnen würde. Die längste, welche ich in diesem Alter erlebte, dauerte 12 Monate. Ebenso ist es normal, dass Männchen während der Paarungszeit eher kühlere Bereiche im Terrarium aufsuchen, was sich günstig auf die Spermaqualität auswirkt.

      Für eine Verpaarung sind die Tiere mit 2 resp. 3 Jahren noch sehr jung, da würde ich nicht allzu viel erwarten und hätte eher noch 1 Jahr zugewartet.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0
    • Hallo Martin,

      das ist schon mal gut zu wissen!

      Wir hatten das mit der Paarung gar nicht bestimmt. Die beiden sitzen ganzjährig im selben Terra und eines Abends hatten wir das mal gesehen das sie sich paaren. Sie haben es sich sozusagen selber ausgesucht :D
      Wir haben uns auch gedacht das es vielleicht nicht klappt, aber wir werden sehen. Sie wird halt immer dicker.
      Wenn es was ist, ist es was, wenn nicht, dann nicht. Wir sind für alle Fälle vorbereitet! :thumbsup:

      Danke für deine Infos! :)

      LG
      Julia & Kevin
    • Hallo Julia und Kevin

      Chondros sind grundsätzlich Einzelgänger, deshalb empfiehlt es sich auch, sie ausserhalb einer Verpaarung getrennt zu halten. Die Paar- und Gruppenhaltung wird zwar immer wieder versucht, kurz- oder längerfristig treten aber in den allermeisten Fällen irgendwann Probleme damit auf.

      Falls das Weibchen trächtig werden sollte empfiehlt es sich auf jeden Fall, das Männchen spätestens zum Zeitpunkt der Ovulation umzusetzen, damit das Weibchen nicht unnötig gestresst wird. Ihr benötigt also unbedingt ein zweites Terrarium.

      Eine Verpaarung bedeutet grossen Stress für die Tiere und die Ausfallquote ist dementsprechend hoch. Weibchen können an Komplikationen durch die Trächtigkeit versterben, bei beiden Tieren wird das Immunsystem stark belastet was zu schwerwiegenden Infekten führen kann. Ihr müsst Euch bewusst sein, dass Ihr mit jeder Verpaarung das Leben Eurer Tiere riskiert. Eine solche sollte deshalb gut geplant und organisiert sein, insofern halte ich Eure laisser-faire Einstellung für gefährlich.

      Da Ihr, wie Ihr sagt, für alle Fälle vorbereitet seid gehe ich davon aus, dass eine Legebox und ein Inkubator bereit stehen (letzterer sollte auch bei einer geplanten Naturbrut in Stand-by-Bereitschaft sein) und ihr auch genügend beheizte Einzel-Boxen zur Unterbringung einer grösseren Anzahl Schlüpflinge eingeplant habt.

      Ich wünsche Euch auf jeden Fall gutes Gelingen.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0
    • Stimme Martin in allen Punkten zu, möchte aber noch erwähnen das wenn ein Baumpython am Tag ununterbrochen unterwegs ist, etwas nicht stimmt. Was genau ist natürlich aus der Ferne nur schwer zu sagen, vermutlich hat es mit der Paarhaltung zu tun, aber auf jeden Fall solltet ihr überlegen die Tiere zu trennen, auch um weitere ungeplante Verpaarungen zu vermeiden. Männchen können mitunter ganz schön penetrant sein, ich hab einen der würde sich wahrscheinlich auch an einem Tau vergehen :D .

      Martin hat ja schon geschrieben das es eine Trächtigkeit ein für das Weibchen sehr belastende Ereignis ist, nachdem es mindestens 1 besser 2 Jahre Ruhe bekommen sollte. Im schlechtesten Fall hat der Bock aber da eine ganz andere Meinung zu. In der Natur können die Tiere das natürlich selbst steuern, aber zusammen gepfärcht auf engstem Raum ist mit der Natur natürlich kein Vergleich mehr herstellbar.


      Schönen Gruß aus Essen
      Sascha








      z :thumbsup:
    • Hallo Sascha

      Bezüglich der Abnormität einer ununterbrochenen täglichen Aktivität hast Du natürlich recht. Aufgrund des Bildes mit dem aufgerollten Tier am Boden erscheint mir diese allerdings doch nicht ganz so "ununterbrochen" zu sein. Es kann auch sein, dass ich diese Aussage deswegen fälschlicherweise zu wenig ernst genommen habe. Da müssten Julia und Kevin wohl noch etwas detailliertere Angaben dazu machen.

      Zu den Trächtigkeitsabständen habe ich noch eine interessante Anekdote:

      Bei einem mir persönlich bekannten Züchter fiel mir auf, dass von einem seiner Weibchen im Abstand von nicht ganz 11 Monaten zwei Gelege schlüpften, es somit ca. 9,5 Monate nach der ersten Ablage bereits wieder trächtig geworden war. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass das Paar zusammen gehalten wurde in der Annahme, eine erneute Trächtigkeit sei in so kurzer Folge nicht möglich, "die Natur würde es schon regeln". In freier Wildbahn dürfte dies wohl auch zutreffen. Unter unserer Obhut sind die Bedingungen allerdings alles Andere als natürlich. Wird künstlich inkubiert, bekommt das Tier nach der Ablage gleich wieder zu fressen und das Nahrungsangebot insgesamt ist ohnehin viel reichlicher als in der freien Natur. So kann das Weibchen die nötigen Fettreserven rasch wieder aufbauen, und das dürfte wohl der wichtigste Faktor für das Zustandekommen einer weiteren Trächtigkeit sein (neben der Verfügbarkeit eines interessierten, kompatiblen Männchens :D ).


      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0