2.Versuch

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    • Hallo Samael

      Bisher konnte ich keine detaillierte Anleitung zum Gebrauch einer Pinky Pump finden. Ich habe deshalb bereits vor einiger Zeit Bilder angefertigt um eine solche zu verfassen, bin aber noch nicht dazu gekommen. Eine Kurzfassung kann ich hier mal publizieren.

      Ich benutze das Modell der US-Firma Ideal Instruments, wie es. z.B. MS-Reptilien anbietet.
      Am meisten Zeit nehmen die Vorbereitung und nachher die Reinigung in Anspruch, das Füttern selbst geht mit etwas Uebung sehr rasch.

      Beim Zusammenbau der Spritze dürfen die Dichtungen (je eine an beiden Enden des Glaszylinders) nicht vergessen werden, sonst gibt es eine Sauerei. Es liegt eine kleine runde Metallplatte mit 4 Löchern bei, die in die Spritze hinein gelegt werden kann. Sie soll als Zerkleinerungsvorrichtung dienen. Nach meiner Erfahrung geht es besser ohne, da die Löcher durch die Haut leicht blockiert werden. Ich benutze sie deshalb nicht.

      Zuerst führe ich ein bis zwei (natürlich tote) Pinkies in die Spritze ein und verschraube diese.







      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0

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    • Wenn man jetzt versucht, den Inhalt herauszudrücken, ist der Widerstand und entsprechend der Kraftaufwand sehr hoch. Dadurch kann es zu unkontrollierten, ruckartigen Bewegungen kommen, wodurch die Schlange verletzt werden könnte. Deshalb "püriere" ich die Futtertiere, indem ich diese in einem ersten Durchgang durch die Spritze hindurch in einen Kunststoffbecher hineindrücke.



      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0
    • Anschliessend entferne ich die Kanüle mit der Dichtung. Meist steckt etwas Haut in der Oeffnung, welche herausgenommen werden muss.




      Nachdem der Stempel zurückgezogen wurde, fülle ich die Spritze wieder mit den jetzt pürierten Mäuseteilen, diesmal von der anderen Seite. Auf diese Weise ist die grösstmögliche Sauberkeit gewährleistet.




      Jetzt setze ich die Kanüle (mit der Dichtung) wieder auf und verschliesse die Spritze.








      Zuletzt muss noch der Stempel nach vorne bewegt werden, bis alle Luft draussen ist.
      Jetzt sind wir bereit für die eigentliche Nahrungszufuhr.

      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0

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    • Vor und nach der Fütterung wäge ich das Tier auf einer Goldwaage (auf 0.1g genau). Aufgrund der Differenz weiss ich dann genau, wieviel Futter wirklich aufgenommen wurde und kann die Entwicklung der Schlange gut dokumentieren. Ein Wägen des Pinkys ist zu ungenau, da beim Püriervorgang einiges verloren geht und auch bei der Futterapplikation etwas herauslaufen kann.




      Ganz wichtig bei der Fütterung ist die richtige Positionierung der Schlange, um sie nicht zu verletzten. Den Kopf fixiere ich mit Daumen und Zeigefinger, den vorderen Teil des Körpers halte ich mit den Fingern 4 und 5 so, dass die Speiseröhre gut gestreckt wird.




      In der richtigen Haltung lässt sich die Kanüle leicht und ohne Widerstand bis zum Anschlag einführen. Dann spritze ich den Mausbrei langsam in den Verdauungstrakt. Natürlich muss die Futtermenge der Grösse der Schlange angemessen sein. Ebenso langsam wird die Kanüle wieder entfernt und anschliessend die Nahrung vorsichtig in Richtung Magen massiert. Trotzdem lässt es sich nicht immer ganz vermeiden, dass eine kleine Menge aus dem Maul läuft.




      Wurde alles richtig gemacht wirkt das Tier anschliessend kaum gestresst und sitzt mit einem vollen Bauch schnell wieder auf seinem Ast.




      Ich hoffe, diese Anleitung sei gut verständlich und hilfreich. Genau so habe ich es bei diesem Tier während 33 Wochen gemacht und es frisst inzwischen sehr gut spontan und erfreut sich bester Gesundheit. Selbstverständlich kann ich keine Haftung übernehmen, falls beim Ausführen dieser Anleitung Probleme auftreten. Jegliche Fütterungsversuche ähnlicher Art erfolgen auf eigene Verantwortung.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0

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    • Hier nochmal ein kurzes update.

      Leider sind bis jetzt 3 Tiere verstorben .

      Eines der Tiere hat 2 mal selbständig gefressen , die Maus dann aber wieder erbrochen nach 2-3 Tagen . Ich habe zwischen den beiden Fütterungen 10 Tage gewartet. Eines Morgens lag das Tier dann tot in der Box.

      Ein Tier war in der Häutung ( nach knapp 4 Wochen nach dem Schlupf) und lag morgens tot in der Box.

      Das letzte Tier starb ebenfalls ohne ersichtlichen Grund.

      Die anderen 9 sind dick und rund.

      Es fressen zwar noch nicht alle komplett selbständig , wir sind aber auf einem guten Weg.

      Viele Grüße

      Andreas