Erster Zuchtversuch - Sorong x Biak-Sorong

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    • Hi Martin,

      Ja du hast absolut Recht mit deiner Aussage, der Inkubator ist für Reptilieneier, vor allem für Chondroeier, total ungeeignet.
      Für's nächste Mal weiss ich es auf jeden Fall besser, bin nur sehr traurig dass ich mein erstes Gelege warscheinlech komplett verloren habe, der ganze Aufwand umsonst... ;( Hinzu kommt noch meine eigene Dummheit/Unerfahrenheit über die ich mich im Nachhinein sehr aufrege... :|
      Naja nicht gerade umsonst, immerhin konnte ich so wertvolle Erfahrung sammeln und weiss was ich beim nächsten Mal besser machen muss. Von Zoomed bekommt man einen Inkubator der quasi gleich aufgebaut ist, hat sogar noch weniger Funktionen aber der wird wohl auch nich viel bringen.
      Ein befreundeter Terrarianer brütet seine Chondroeier mit einem 99€-Inkubator von Dragon aus und hat fast immer 100% Schlupfrate
      Das ist dieser hier:
      amazon.de/Dragon-INCUBATOR-dig…keywords=inkubator+dragon
      Bei Amazon kostet er zwar 140€, bei uns im Zoogeschäft ist er jedoch für 99€ zu haben.

      Nun ja, auf jeden Fall weiss ich jetzt dass ich ein tolles Zuchtpaar besitze und freue mich schon auf den nächsten Versuch in der Hoffnung dass es dann besser laufen wird.
      Da hätte ich auch noch ein paar Fragen:

      1. Kann ich im Herbst das gleiche Paar wieder zusammensetzen oder soll ich dem Weibchen eine Saison Pause gönnen? Ich weiss man soll im Prinzip das Weibchen nicht 2 Jahre hintereinander zur Zucht einsetzen aber ich denke in der Natur wird das Männchen auch nicht lange Fragen ob das Weibchen im letzten Jahr bereits ein Gelege hatte. Ausserdem würde ich dann im darauf folgenden Jahr eine Pause einlegen, ich habe noch ein zweites Weibchen das aber noch zu jung zur Zucht ist, bis dahin könnte ich dann mit dem einen Versuch starten.

      2. Welchen Inkubator könnt Ihr mir empfehlen der nicht unbedingt 1000€ kostet? Ich will die Zucht ja nicht professionnell betreiben sondern lediglich alle paar Jahre ein Gelege haben.

      Werde euch auch weiterhin auf dem Laufenden halten wie's mit dem aktuellen Gelege weitergeht.

      MfG
      Ronny
    • Hallo ,

      ob du das selbe Weibchen wieder zur Zucht verwenden kannst , hängt ja auch davon ab , in welchem Zustand die Gute zu diesem Zeitpunkt ist.
      Im übrigen scheiden sich die Geister. Einige verpaaren zwei Jahre hintereinander mit einem Jahr Pause im Anschluss , wieder Andere verpaaren alle 2 Jahre oder machen gar keine Pausen.

      Ich kann vom Grumbach Compact SR sprechen , da ich noch keine anderes Gerät verwendet habe. Dieser arbeitet tadellos und ist mit etwas Glück auch gebraucht zu erstehen. Auch wenn du nur alle paar Jahre ein Gelege haben möchtest , lohnt sich die Investition in ein funktionierendes Gerät.
      Wobei ich nicht ausschließen will , dass auch günstige Geräte gute Dienste leisten könnten .

      Gruß Thorsten
    • Hallo Ronny

      Zu Deinen Fragen:

      ad 1: Wie Thorsten bereits erwähnte, gibt es hier keine absolute Wahrheit. Worauf sich die 2 Jahre Pause begründen, weiss ich nicht. Das wird wahrscheinlich immer wieder abgeschrieben. Es gibt auch Züchter die glauben, mit jährlichen Intervallen qualitativ bessere Gelege beobachtet zu haben. 6 Monate Pause wie in Deinem Fall scheinen mir gefühlsmässig allerdings schon etwas gar wenig. Daten kenne ich diesbezüglich keine und wird es wohl auch nicht geben. Wenn das Weibchen gut frisst und die verbrauchten Reserven bis dann wieder aufgeholt hat, sehe ich keinen zwingenden Grund gegen eine Verpaarung im Herbst. Ist sie bis dann noch nicht soweit, wird sie einfach nicht ovulieren.

      ad 2: Die von Dir aufgeführten Inkubatoren haben für meinen Geschmack alle zu wenig Volumen und sind schlecht isoliert, dadurch sind sie thermisch instabil. Kommt dann noch ein auch nur kurzer Stromausfall dazu, sind die Eier ohnehin rasch hinüber. Einen solchen Unterbruch habe ich selbst schon erlebt, in meinem gut isolierten Gerät mit Wasserspeicher kam es nach 2 Stunden zu einem Temperaturabfall um lediglich 0.4 °C. In den USA mit ihrer zunehmend verfallenden Infrastruktur gehört ein Generator bereits zur Grundausstattung eines seriösen Züchters.
      Ein qualitativ guter Inkubator ist nun mal eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zucht, wenn natürlich auch keine Garantie. Und ich sage dies als Anhänger der Naturbrut :D . Hinter diese "fast immer 100% Schlupfraten" möchte ich ein grosses Fragezeichen setzten. Hast Du diese selbst verifizieren können? Nach meinen Beobachtungen bei mir selbst und anderen Züchtern ist eine 100% Schlupfrate eher die Ausnahme. Von einem solchen Erfolg wird dann natürlich viel lieber berichtet als von den schlechteren Resultaten.
      Wie berechnet sich überhaupt die Schlupfrate? Ich konnte bisher nirgends eine klare Definition finden. Werden befruchtete, aber früh abgestorbene Eier berücksichtigt? Was ist mit unbefruchteten Eiern? Werden diese beiden Varianten überhaupt seriös unterschieden? Der Schlupf beginnt wohl mit dem Anschneiden des Eies und dürfte beendet sein, wenn das Tier das Ei ganz verlassen hat. Gerade bei Chondros ist die gefährliche Phase damit aber noch nicht vorbei. Bei meinem letzten Gelege verstarben von 12 vollständig geschlüpften Tieren 7 innerhalb von 36 Stunden. Ist dies jetzt eine Schlupfrate von 100%? Oder vielmehr eine von 42%? Wann endet allenfalls die Zeit, ab der ein Verlust nicht mehr dem Schlupf zugerechnet wird?

      Qualitativ gute Inkubatoren haben ihren Preis, seien sie von Grumbach oder einem anderen renomierten Hersteller. Günstiger wird es mit einem Selbstbau, die Beschreibung meines Inkubators findest Du auf meiner Webseite. Der Herpstat 4 verursacht die Hälfte der Kosten und die noch nicht einberechte Einfuhr aus den USA ist teuer. Eine alternative Variante mit dem Mikroclimate Prime 2 in 230V kommt auf ca. 400 EUR zu stehen (den gab es damals noch nicht).
      Besonders in den USA wird oft eine Kältebox als Grundlage verwendet, Anleitungen dazu gibt es einige im Netz.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0

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    • Hallo mal wieder,

      So noch 6 Tage dann muss ich di verbleibenden Eier wohl auch wegschmeissen.. :( Leider ist aus keinem einzigen was geworden, der Inkubator wird wohl im Müll landen und ich werde mich für das nächste Mal noch besser vorbereiten und entweder einen besseren Inkubator besorgen oder die Mutter ihre Eier selbst ausbrüten lassen..
      Gut um den neuen Inkubator komm ich wohl so oder so nicht umher...

      Die ganze Geschichte macht mich sehr sehr traurig da ich das komplette Gelege durch Fehleinschätzung und schlechte Technik verloren habe... ;(

      Ich danke vor allem Martin und Thorsten für die vielen guten Tipps und die stets schnellen Antworten auf meine Fragen!

      MfG
      Ronny
    • Hallo Ronny

      Ein solcher Verlust ist immer hart, nachdem man viel Zeit, Energie und Emotionen investiert hat. Besten Dank für die Rückmeldung, dies ist nicht selbstverständlich. Threads mit einem unerfreulichen Ausgang enden allzuoft im Leeren und ohne eine selbstkritische Analyse, dabei können wir alle nur davon lernen. Du wirst die nötigen Konsequenzen ziehen und beim nächsten Versuch kann es eigentlich nur besser werden.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0
    • Hi,

      Kaum zu glauben aber gestern sind aus meinem verloren geglaubten Gelege doch noch 5 Jungtiere geschlüpft! :D Meine Freude darüber könnt ihr euch sicherlich vorstellen! ^^

      Es sind alles rote Jungtiere, ein weiteres ist noch im Ei abgestorben und war nicht voll entwickelt, ein anderes gelbes ist noch nicht geschlüpft, ich hoffe dass er es doch noch schafft, dann wären es 5 rote und ein gelbes.

      3 der 5 sind leider etwas untergewichtig mit 6, 7 und 8 Gramm, die beiden anderen liegen bei 10 Gramm. Jetzt hoffe ich dass ich trotzdem alle 5 durchbringe, die erste Häutung reibungslos verläuft und ich alle gut ans Futter kriege! ^^

      MfG
      Ronny
    • Hi Leute,

      Ich hab mal ne Frage zur Fütterung der Kleinen: Wie bekommt ihr sie ans Futter?? :|
      Hab's jetzt schon 2 mal erfolglos probiert. Die einen verstecken ihren Kopf in den Schlingen oder versuchen der Maus aus dem Weg zu gehen, die anderen finden es viel interessanter an der Pinzette hoch zu klettern als sich die Maus zu schnappen...

      Ich hab versucht sie mit der Maus anzustupsen, an der Schnauze, an den Flanken, am Schwanz, aber nichts, interessiert sie nicht die Bohne. Hab auch versucht die Mäuse an Ratten zu reiben damit sie intensiver riechen, aber wieder Fehlanzeige..

      Langsam gehen mir di Ideen aus.. :(

      Danke im Voraus für eure Tipps!

      MfG
      Ronny
    • Hallo Ronny ,

      es ist wichtig , dass du Dir einen Tag aussuchst an dem du Zeit hast . Ich habe die Erfahrung gemacht , dass die Kleinen am besten morgens ans Futter gehen ( so zwischen 7 und 10 Uhr ist eine gute Zeit ). Die Mäuse tunke ich immer kurz in sehr warmes Wasser. dann stubse ich das Futtertier an den Schwanz der Tiere , falls sich eines schon in die "S" Stellung begeben hat , stoße ich Kopfnah an die erste Welle. So fangen viele Tiere schon an zu schnappen. Sobald eine Maus gepackt wurde , solltest du eine Zeit lang still stehen oder dich ganz langsam zurück bewegen . Die Box auch erst wieder reinschieben , wenn die Schlange gefressen hat. Wenn ein Fütterungsversuch nicht funktioniert hat , warte ein paar Tage bis zum Nächsten. Manchmal hilft es auch , es nach einigen Minuten nochmal zu versuchen. Das kann auch schon mal 10 Minuten dauern bis ein Tier zum ersten mal frisst. Es gibt aber leider auch Tiere , die nur sehr schwer zum fressen zu animieren sind.
      Es wäre evtl. auch möglich , dass du ein Futtertier so in die Schlingen legst das es von dem Kleinen eingerollt wird (ohne danach gebissen zu haben ) mit etwas Glück fängt es dann an die Beute zu fressen ( hat bei mir schon funktioniert).

      Ich wünsche Dir viel Erfolg.

      Gruß
      Thorsten
    • Hallo Ronny

      Wenn sie zumindest nicht davonrennen, ist das schon mal eine günstige Ausgangslage. Runner sind die schlimmsten!
      Die Kleinen fressen von Natur aus keine Pinkies und müsssen erst lernen, dass solche essbar sind. Manchmal wird eine Maus trotzdem gleich beim ersten Versuch geschnappt und verschlungen. Weit häufiger muss man aber in einem ersten Schritt so lange provozieren und ärgern, bis sie mit Abwehrbissen beginnen. Irgendwann, oft erst nach mehreren Versuchen, verfängt sich das Futtertier in den Zähnen. Dann wird es entweder wieder abgeschüttelt oder der Würgreflex löst aus und die Maus wird umschlungen und gefressen.
      Die optimale Technik braucht etwas Übung und man kann ruhig relativ aggresiv an die Sache gehen. Anfänger haben diesbezüglich oft zuviel Hemmungen. Wenn ein Tier an der Pinzette hochklettern kann, bist Du viel zu zögerlich.
      So ein Fütterungsversuch kann schon mal bis zu zwei Stunden dauern und muss manchmal auch dann noch erfolglos abgebrochen werden. Vor einem nächsten Anlauf warte ich dann mindestens drei Tage. Wie Thorsten bereits erwähnte lohnen sich u.U. Versuche zu verschiedenen Tageszeiten. Die besten Erfahrungen machte ich jeweils abends vor dem Lichterlöschen. Wichtig ist auch, dass die Pinkies warm genug sind. Ich habe sie jeweils in boilerheissem Wasser (ca. 50°C) und verfüttere sie klatschnass.

      Wenn das Tier auch nach wiederholten Versuchen überhaupt nicht zum Zubeissen zu bewegen ist, versuche ich als Nächstes, ihm ein Pinky ins Maul zu legen. Dabei muss man dieses so positionieren, dass es sich im Mund verkeilt und nicht herausgespuckt werden kann. Manchmal gelingt dies am besten mit nur einem Kopf oder einem halben Rumpf, die Extremitäten trenne ich dabei vorher ab. Irgendwann beginnt das Tier schliesslich spontan zu fressen.

      Mit diesem Vorgehen hatte ich bei 29 Schlüpflingen mit einer Ausnahme immer Erfolg.


      Erst zu allerletzt, wenn das Tier Gewicht verliert und schwach wird, musste ich bisher in einem Fall zur Pinky-Pump greifen, wie in einem anderen Thread bereits beschrieben.
      An Scenting habe ich so ziemlich alles versucht (Ratten, Küken/-Federn, Eigelb, Frösche, Schädelspaltung) und persönlich nie damit Erfolg gehabt, sodass ich dies nicht mehr praktiziere.

      Im Folgenden einige Beispiel -Videos zur Illustration:

      Zuerst ein Tier, das den Kopf versteckt und mit dem Finger angeschubst wird, bis es verärgert zu schnappen beginnt:
      youtube.com/watch?v=bMDzMu4IMOE

      Im nächsten Video ärgert meine Frau ein Tier. Sie macht dies enorm geschickt und nennt es "Pinky-Slapping" (dies erinnert mich immer an den Sketch von Monty Python, in dem sie sich Fische um die Ohren hauen :D ) :
      youtube.com/watch?v=X4FZoE_gwyc

      Zuletzt noch zwei Videos von Tieren, die nicht zum Beissen zu bewegen waren und denen erfolgreich je eine Maus in den Mund gelegt wurde:
      youtube.com/watch?v=qfAQzUSwCUk
      youtube.com/watch?v=uoC46SBz0QE

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von swisschondro ()

    • Wow Leute! Wieder mal vielen Dank für die schnellen und ausführlichen Antworten! :thumbsup:

      Also das Meiste was Ihr beschrieben habt hab ich auch schon versucht, sind ja die Sachen die auch so in den Büchern stehen.

      Die Überraschung kam allerdings als ich mir die Videos angesehen hab! :huh: Martin deine Technik ist definitiv um einiges aggressiver als meine! =O Ich hab die Tiere zwar schon mit der Maus angestupst und versucht ihnen auf die Nerven zu gehen, allerdings ging ich viel sanfter an die Sache heran, normal dass keines der Tiere sich aus der Ruhe bringen lies! :)

      Ich hatte die Futtertiere auch in einer Schüssel mit +/-50°C warmem Wasser mit ins Zimmer genommen damit die Mäuse nicht so schnell auskühlen. Dann hab ich mich wie gesagt daran gemacht der ersten Schlange die Maus vor die Schnauze zu halten damit sie etwas daran züngeln konnte (in der Hoffnung sie würde gleich zuschnappen! ;) ). Danach hab ich angefangen sie anzustupsen, an der Schnauze, an der Seite, am Schwanz (der schon am "Locken" war), aber nichts, nach kurzem Zusammenzucken keine Reaktion mehr. So nach 10 Minuten schien ich sie dann so gelangweilt zu haben dass sie sich auf Erkundungstour durch ihre Box machte, nach ca. 30 Minuten hab ich's dann aufgegeben und bin zum nächsten Tier... Hier wieder ziemlich das Gleiche, das ging dann so weiter bis zu Tier 5... Nach guten 2 Stunden hab ich's dann aufgegeben... Bis jetzt hab ich 2 solcher Versuche hinter mir, beim nächsten Mal werde ich dann mal etwas aggressiver an die Sache herangehen und hoffe dass sich die kleinen Scheisser dann provozieren lassen! :evil:

      Werde euch auf dem Laufenden halten und nochmal vielen Dank für die Tipps! :thumbup:

      MfG
      Ronny
    • Hi mal wieder,

      Hab gerade einen weiteren erfolglosen Fütterungsversuch unternommen. Bin dieses mal wesentlich rabiater vorgegangen aber nichts! :( Alle haben fast panisch die Flucht ergriffen, eines der Babies hat zwar nach meiner Hand geschnappt, wollte aber von der Maus nichts wissen... Ich fürchte ich hab nur Runner hier sitzen, sehr frustrierend... :(
      Hab's mit Martins Technik versucht, hat aber wie gesagt nur zu Flucht geführt...

      Vielleicht noch andere Ideen? Ich hab keine mehr ausser den Babies die Mäuse ins Maul zu legen, damit wollte ich allerdings noch etwas warten, oder was meint ihr?

      MfG
      Ronny

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ronny ()

    • Hallo Ronny

      1-2 Runner pro Gelege sind nicht ungewöhnlich, gerade 5 davon ist schon happig. Maxwell erwähnt allerdings, dass manchmal ganze Gelege nur aus Runnern bestehen können.
      Das Anfüttern solcher Tiere ist schwierig und braucht Erfahrung, ich bin dabei auch schon fast verzweifelt. Ideal wäre es, wenn Du in der Nähe einen erfahrenen Züchter hättest, der Dir behilflich sein könnte.

      Bei einem Runner ist es wichtig, dass Du den Fütterungsversuch startest, wenn er noch auf dem Ast sitzt und nicht aktiv ist (allenfalls vor dem Lichterlöschen). Dann anfänglich ganz behutsam vorgehen und sich herantasten, wieviel Berührung er toleriert, bevor er die Flucht ergreift.
      Bei den meisten Runnern kommt man allerdings nicht um eine assistierte Fütterung herum. Während ich bei Tieren über 8g damit meist ab 8-10 Wochen nach dem Schlupf beginne, würde ich bei Deinen Kleinsten nicht mehr lange zuwarten.
      Ich verwende dazu 1g-Pinkies. Legt man das Futtertier in den Mund, beginnt der Chondro in selteneren Fällen gleich oder verzögert es zu verschlingen, viel häufiger allerdings versucht er entweder sofort oder nach einer Starrephase, dieses abzuschütteln. Bei ganzen Pinkies gelingt ihm dies eher, weshalb ich in solchen Fällen diese zerschneide. Am einfachsten funktioniert es mit einem Kopf, den man mit der Schnauze voran sehr einfach so in den Mund legen kann, so dass er sich in den Zähnen verkeilt und nicht mehr herausgespuckt werden kann. Nach einer gewissen Zeit wir er dann verschlungen und oft kann man dann erfolgreich gleich ein zweites Stück nachreichen.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0
    • Bei den roten Babies siehst du ziemlich gut, wenn sie in Häutung gehen. Da deine Babies jetzt schon etwa 5 Wochen alt sind, würde ich nicht mehr zu lange warten - speziell bei den ganz leichten. In den nächsten zwei bis drei Wochen sollten sie wenigstens etwas Nahrung aufgenommen haben.
      Bei hartnäckigen Futterverweigerern werde ich schon mal handgreiflich: nackte Maus schön warm auftauen und und halbieren.Dann Baby schnappen und Maushälfte ins Maul befördern. So weit hereinschieben, das der Brustkasten im Schlund ist. Danach ist das Ausspucken mehr Arbeit als das Herunterschlucken und ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Es klappt nicht immer, ist aber ein Anfang um den Stoffwechsel der Kleinen anzuwerfen und sie schon mal auf den Geschmack zu bringen.
      Viel Glück!
    • Hi Leute,

      Gestern war's soweit, ich musste zwangsfüttern... :( Ich denke mal es war für alle Beteiligten kein Spass.. Zuerst haben wir's natürlich nochmal auf normalem Wege versucht was jedoch wie immer nur mit Flucht und verstecken beantwortet wurde. Dann haben wir dann dem ersten Kandidaten die Maus ins Maul gelegt, was anfangs auch nicht geklappt hat da der kleine sich so heftig geschüttelt hat dass die Maus wieder herausflog. Selbst als wir ihm die Maus bis zum Brustkorb in den Schlund drückten konnte er sie noch herausschütteln.. Also haben wir's nur mit den Köpfen probiert, auch diese mussten bis weit in den Schlund gedrückt werden damit sie nicht wieder ausgewürgt wurden..
      Schlussendlich haben dann aber alle 5 die Mausköpfe runtergeschluckt und nach einigen Minuten Schockstarre auch ihre normale Aktivität wieder aufgenommen.
      Das Gezappel von 2 Kandidaten war Wahnsinn, die totale Panik! Die armen Würmer taten mir richtig leid! :wacko:

      Jetzt hoffe ich nur dass sie auf den Geschmack gekommen sind und beim nächsten Fütterungsversuch von selbst zuschnappen...

      Sollte das nicht funktionieren, soll ich dann die gleiche Prozedur wie gestern wiederholen bis sie von selbst ans Futter gehen?

      MfG
      Ronny
    • Hallo Ronny

      Das ist doch mal ein guter Anfang :thumbup:

      Meist braucht es schon einige Anläufe, bis sie selbst zu fressen beginnen. Mit etwas Übung wirst Du die Mäuseteile so ins Maul legen können, dass sie sich dort verkeilen und nicht mehr abgeschüttelt werden können. Ich persönlich drücke den kleinen Würmern nur ungern Futter weit runter, und wenn schon dann lieber mit der Pinky Pump.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0