Frostfutter nochmals verwenden

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    • Frostfutter nochmals verwenden

      Hallo zusammen,
      wollte euch mal fragen, wie ihr es mit aufgetauten NICHT ANGENOMMENEN Frostfutter handhabt!?
      wieder einfrieren und nochmals versuchen? oder weg damit und grundsetzlich ein "frisches Tier" anbieten?

      Wie sind eure Erfahrungen damit?

      Grüße Stefan
    • Servus!
      Danke für eure Meinungen!

      Die Aussage eines Bekannten:
      Sein Tierarzt sagt die Bakterien vom ersten auftauen sterben beim wiedereinfrieren ab(die Bösen...andere überleben). und beim erneuten auftauen entsteht fast die gleiche menge an Bakterien wie beim ersten mal!
      Nach dem auftauen nur kurz ins heiße Wasser eintauchen (ü 90°) und es soll sicher sein.
      Der Bekannte betreibt das schon so seit 15 Jahre...

      Denke aber auch.... frisch ist frisch und besser .

      Grüße Stefan
    • Hallo Stefan

      Als auch kleinchirurgisch tätiger Internist hatte ich bei meiner Praxistätigkeit während 18 Jahren täglich mit der Thematik Desinfektion/Sterilisation zu tun.

      Beim Einfrieren auf -20°C wird tatsächlich ein Teil der Mikroorganismen abgetötet, weshalb dies jetzt ausgerechnet nur die pathogenen (krankmachenden) betreffen soll, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Die Vermehrungsfähigkeit der Überlebenden wird je nach deren Kälteempfindlichkeit und der herrschenden Temperatur gestoppt oder zumindest stark verlangsamt.
      Da die nach dem ersten Auftauen noch vorhandenen Bakterien ja den Einfrierprozess überlebt haben, sehe ich keinen Grund, weshalb sie beim zweiten Einfrieren jetzt plötzlich abgetötet werden sollten. Im Gegenteil werden sie sich bei und nach dem ersten Auftauen exponentiell vermehren, beim Wiedereinfrieren machen sie einfach mal Pause, um dann nach dem zweiten Auftauen wieder kräftig zuzulegen.
      Ausserdem wird durch das wiederholte Einfrieren ganz grundsätzlich die Qualität des Futters sicher nicht verbessert.

      Dass Dein Bekannter während 15 Jahren keine Probleme gehabt haben soll, ist schon möglich. Ich habe ja auch nie behauptet, dass es zwangsläufig zu Erkrankungen kommen muss. Es besteht aber ein heikles Gleichgewicht zwischen der Abwehrfähigkeit eines Tieres und dessen Belastung mit Mikroorganismen. Das kann jahrelang gut gehen, bis ein zusätzlicher Faktor dazu kommt (z.B. Stress, Alter, anderweitige Erkrankung) und das System kippt.
      Das Ausbleiben bisheriger Probleme hat allerdings sicher nichts mit dem Eintauchen in heissem Wasser zu tun. Dafür müssten die Futtertiere schon durchgekocht werden, andernfalls ist die Temperatur im Körperinneren bei weitem nicht hoch genug und die Prozedur auch von viel zu kurzer Dauer, um nur ansatzweise eine Keimreduktion zu erreichen.

      Wie bereits gesagt, ich würde hier keinesfalls auch nur ein kleines Risiko eingehen wollen, nur um ein paar Euro zu sparen.

      Gruss
      Martin
      Morelia viridis "Sorong" 7.4.0

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