Morelia azurea

  • Hallo Leute, also ich blicke nicht mehr durch. Ich bin beim googeln auf den Begriff Morelia azureus im Zusammenhang mit der Lokalform Sorong gestoßen. Hab zwar im Forum schon einen Beitrag gefunden aber werde da nicht schlau draus. Heisst M.viridis "sorong" jetzt nun Morelia azureus oder ist das eine eigene unterart ? Kann mich da jemand aufklären ?? MfG Stephan
    [align=center][align=center][b][color=#0000ff]Anonymer Chondroholiker ....und stolz drauf ! [/color][/b][/align][/align]
  • Hallo, also bei Morelia viridis und Morelia azurea handelt es sich um ein und die selbe Art. Es wird lediglich differenziert in Nord- bzw Südpopulationen. Hier das entsprechende Paper dazu: [URL]http://www.kingsnake.com/aho/pdf/menu2/rawlings2003.pdf[/URL] Darin kannst du entnehmen, das es Genetische Unterschiede der nördlichen und südlichen Populationen gibt.
  • Hallo, wie ich verschiedentlich gelesen habe, wird gerade diskutiert, ob man den Biaks den Unterartstatus zuerkennen soll. Die Biak-Lokalform, also die nördliche, würde dann wohl [I]Morelia viridis azureus[/I] werden. Alles andere ist dann die südliche Form [I]Morelia viridis[/I]. Aber ob das wirklich so kommt, scheint noch nicht sicher zu sein. In diesem Zusammenhang habe ich mal eine Frage: Wer legt so etwas eigentlich fest und bestimmt damit, ob etwas eine Art, Unterart oder Lokalform ist? @Ronnie: Von Rawlings scheint es eine neuere Untersuchung von 2008 zu geben, die kann ich aber nirgends finden. Ich finde immer nur Stellen, wo diese Untersuchung zitiert wird. Hast du das schon mal irgendwie in die Finger bekommen? Gruß, Jochen Edit: Habe da gerade noch einen Thread in einem anderen Forum gefunden [URL]http://reptilienforum.at/riesenschlangen-28/12378-morelia-viridis-biak-o-aru.html[/URL]
  • Hallo, aber Biaks mit azureus zu benennen ist für mein Verständnis irgendwie sinnlos. Wie azureus schon sagt, hat es irgendetwas mit blau zu tun. Nur vermisse ich bei der biak lokalität das blau.. das würde wiederum bei den sorongs passen... Naja eigendlich auch egal. für mich sind und bleiben es Chondros :D :D MfG Stephan
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  • Hallo, Früher wurden Arten oft aufgrund eines einzelnen gefangenen Exempars beschrieben und taxiert. Die ursprüngliche Beschreibung von [I]Chondropython azureus[/I] stammte von Meyer aus dem Jahr 1874. Vielleicht hatte der Mann damals seine Exemplare durcheinandergebracht oder einen "Ausreisser" erwischt, möglicherweise auch ein hormonell blaues Weibchen. Das wird sich heute nicht mehr nachvollziehen lassen. Auch wenn seine Einordnung falsch gewesen sein sollte, bleibt ihm jedoch jedoch als Erstbeschreibendem das Recht der Namensgebung. Deshalb würde man wieder den Namen [I]azureus[/I] hernehmen. Ich finde das zwar auch ziemlich merkwürdig, ist aber so Usus. Aber im Grunde genommen ist die ganze Diskussion zwar interessant, aber ziemlich Wurst, da heute eh alle Lokalformen zusammengemanscht werden. Gruß, Jochen
  • [quote][i]Original von Regenwäldler[/i] @Ronnie: Von Rawlings scheint es eine neuere Untersuchung von 2008 zu geben, die kann ich aber nirgends finden. Ich finde immer nur Stellen, wo diese Untersuchung zitiert wird. Hast du das schon mal irgendwie in die Finger bekommen?[/quote] Hab's gefunden [URL]http://www.cnah.org/pdf_files/909.pdf[/URL] Gruß, Jochen P.S. Ignorant?! :D
  • [quote][i]Original von Regenwäldler[/i] In diesem Zusammenhang habe ich mal eine Frage: Wer legt so etwas eigentlich fest und bestimmt damit, ob etwas eine Art, Unterart oder Lokalform ist? [/quote] das kann eigentlich jeder festlegen. auch du. soweit ich das verstanden habe, musst du "nur" nachweisen das es sich um eine eigene unterart handelt. das kann z.b durch gen untersuchungen gemacht werden- bei einigen arten wurde es auch durch "simples" schuppen zählen gemacht. ray hoser ist in diesem zusammenhang einer derjenigen die tausende arten nue einordnen und dann neu benennen durfte. es gibts mittlerweile zig arten die auf hoserea enden. vor ca. einem jahr hat er die pythons getrennt. aus timor und netz python sind broghammerus geworden (bennant nach hosers kumpel stefan broghammer (ms reptilien). diese arten heissen jetzt broghammerus reticulatus und broghammerus timorensis. den dwarf tigerpythons hat er den namen brogschai gegeben (nach den brogschais (bekannte reptilien forscher). alle regen sich drüber auf, weil seine "blätter" immer so schlampig sind. das sind keine richtigen wissenschaftlichen abhandlungen, sondern ist nur das nötigste vom nötigsten hingekritzelt. ich habe auch mal gehört das es reicht den verdacht als erster öffentlich beschrieben zu haben. also das ich jetzt sage das biak ne eigene unterart verdient haben und ein anderer das belegt, das trotzdem mein name bevorzugt wird- weiss aber nicht ob das zu hundert prozent stimmt. wie gesagt- du musst (leider) kein wissenschaftler sein und ne abhandlung schreiben um arten umzubennen- es reicht ein schlampiges formular- anstelle ner abhandlung. ich finde das auch irgendwie schade. weil da gibt es leute die sich über jahrzehnte mit ner art beschäftigen und dann kommt der hoser daher und gibt nen einseitigen schrieb ab und er ist der namensgeber... aber vielleicht beschweren sich ja genug leute und das wird geändert. bei den 30000 hoserea arten wäre das auch ma an der zeit- just my 2 cents
  • Hallo, na ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht. Man muss zwar kein Wissenschaftler sein, man muss aber ein Wissenschaftliche abhandlung verfassen, deren Aussagen belegt sein müssen. Diese Abhandlung wird dann bei zukünftigen Diskussionen zu Grunde gelegt und ob sich die dort enthaltenen Aussagen durchsetzten ist auch nicht immer klar. Eine neubeschreibung einer Art oder die Aufteilung in verschiedene Unterarten passiert nicht von heute auf morgen. Es ist zwar immer einer bzw. eine Organisation/Gruppe, die die Abhandlungen oder besser Forschungs ergebnisse einreicht, aber das heißt noch nicht das es wirklich anerkannt wird. Allerdings muss ich sagen, das ich wirklich nicht weis ob es dafür entsprechende Stellen gibt, soetwas offiziell zu machen oder ob es nur darum Geht, das die dargelegten Ergebnisse allgemein anerkannt werden. Übrigens ist nach meinem Wissen die Aufteilung von Morelia Viridis in die beiden Unter-/Arten Offiziell. Wenn ich mich nicht irre geht es auch nicht um Unterarten also nicht um Morelia viridis azurus sondern um einen neuen Artstatus ( Morelia azureus). Gruß Tobi
  • das die belegt werden müssen ist mir schon klar. das habe ich ja auch gescjrieben gehabt. unter ner wissenschaftlichen abhandlung verstehe ich sowas wie nen halbes buch oder nen richtiges buch. meistens ist es auch so, das sich leute jahrlang mit einer art beschäftigen und das auch vernünftig machen. mein posting bezog sich ja mehrheitlich auf ray hoser. wenn er richtige abhandlungen schreiben würde und sich über jahrzehnte hinweg mit den arten beschäftigen würde, könnte er kaum hunderte arten um benennen. wo man das nun genau einreicht weiss ich auch nicht. ich kann mir vorstellen, das es in verschiedenen biologie unis komitees gibt oder sowas in der art.
  • Hi, aber eine Abhandlung muss doch nicht lang sein um gut zu sein. Als Beispiel: Wenn ich in der Lage bin durch Laboruntersuchungen eine Genetische Verwandschaft zu beweisen bzw. zu wiederlegen. Dann reicht das ergebniss als wissenschaftlicher Beweis. Wie viele Jahre das dauert oder wie schwierig die Beweisfindung war ist doch nicht relevant. Abgesehen davon habe ich keine einzige Abhandlung zu diesem Thema von Hoser gelesen. Ich habe also keine Ahnung wie lang oder aufschlussreich die sind. Ich behaupte einfach mal, dass es schon ausreichend sein wird, denn sonst würden seine Erkenntnisse nicht anerkannt werden. Abgesehen davon scheint es keine offizielle Stellen zu geben die das anerkennen oder ähnliches. Ich habe gelesen, dass es eher so läuft, dass jemand einen Vorschlag macht und es dann von "Der Welt der Wissenschaft" abhängig ist, ob diese die Thesen/Beweise oder was auch immer anerkennen. Morelia Blredli z.B. wird nicht von allen als diese Art/Unteralrt anerkannt. Diese verwenden in Ihren Arbeiten eben die Namen, die sie für richtig halten. Es scheint also eher darum zu gehen, seine Aussagen so gut zu belegen, dass "der Rest" davon überzeugt ist und die neue Namensgebung sich in der weiteren Fachliteratur durchsetzt und dadurch "gebräuchlich" wird. Interesante Sache übrigens. Gruß Tobi
  • Denke auch, diese Neubenennungen usw sind schwachsinn. Die Tiere sehen eh nach Lokalformen anders aus und sie so auseinanderzuhalten reicht doch auch. Wenn man unbedingt dem Biak Artstatus verleihen will, dann bitte den anderen auch. Doch andersrum gehts auch: Das beste Beispiel ist Boa constrictor. Dort gibt es noch viel mehr Lokalformen. Eigentlich sollte man dort schon diskutieren nicht noch mehrere Unterarten einzuführen. Und was machen einige Kasperl? Sie vereinfachen auf "Boa imperator" und "Boa constrictor" und hauen dort dann ersatzlos auch alle anderen Unterarten rein (longicauda, sabogae, amarali) und einige Leute übernehmen den Schwachsinn dann auch sofort. Ich denke man sollte bei anerkannten CITES Unterarten bleiben. Ist jedenfalls offizieller, als die Pseudopapers, die einige Leute vorlegen. Um das beurteilen zu können, müsste man regelmäßiger Leser von wissenschaftlichen (Top) Zeitschriften sein. Glaube da können wir sowieso nicht mitreden. Das ist in allen Wissenschaften so.
  • Hi, also eigentlich finde ich es schon in Ordnung und auch wichtig, wenn neue Unter-/Arten benannt werden. Zumindest wenn es sinn macht. Immerhin, wenn der Biak erwiesener Maßen einen Artstatus verdient, dann sollte er ihn auch bekommen und wir als Halter und/oder Züchter sollten dann auch entsprechend reagieren. Das setzt allerdings eine ordentliche, wissenschaftliche begründung vorraus. Man sollte nicht vergessen, dass es hierbei ja grundlegend nicht um das Ändern eines Namens sondern um die neue Klassifiziereung einer Unter-/Art geht. Beim Biak würde das sogar bedeuten, dass man von einer "NEUEN" Art sprechen würde. Ich kann aber auch verstehen, dass es vielen sauer aufstößt wenn sich genau dieser Fall durchsetzt. Immerhin wären dann sämtliche Verpaarungen mit Morelia viridis Hybridisierungen wie man sie z.B. beim Carpondro so oft verteufelt. Ich wollte jetzt niemanden mit dieser Aussage persönlich angreifen. Aber von der Hand zu weisen ist das Argument deinitiv nicht. Allerdings muss ich sagen, dass ich einen eigenen Artstatus für Biaktiere wirklich an den Haaren herbeigezogen finde, während ein Unterartstatus evtl. zu rechtfertigen ist. Gruß Tobi
  • Wieso sollen die Tiere von Biak Artstatus bekommen? Es sind nicht nur die Biaks, sondern auch sämtliche Tiere, die nördlich der Bergkette vorkommen, wie Jayapura, Sorong, Lehre etc pp und Tiere von Inseln nördlich der "Hauptinse". Genetisch scheinen sich diese Tiere kaum zu unterscheiden. Das Typusexemplar der nördlichen Abstammungslinie das Meyer gefangen hat stammte von Biak. Somit war das erste Tier, das von der nördlichen Linie beschrieben wurde halt das von Meyer beschriebene Exemplar. Morelia azurea ist gilt also nicht nur für Biaks sondern auch für alle Tiere, die nördlich der Bergkette, die einen Genaustausch verhindert, vorkommen. Die Tiere, die südlich der Bergkette leben,sind sich genetisch wieder sehr nah, egal ob es Tiere von Aru,Cape York oder halt vom südlichen Neuginea sind. Die behalten den Namen M.viridis, da der erste Baumpython, der beschrieben wurde wohl von Aru stammte. Und mal ganz ehrlich..... Findet ihr nicht, dass es zwischen den "Typen/Arten" Unterschiede gibt? Stichwort Kopf und Schwanzform? Habt ihr jemals einen Roten Aru Neo gesehen? Einen Merauke? Die Aussi Greens sollen ebenfalls nur gelbe Juvrenile hervorbringen. Nur nördlich der Bergkette schlüpfen auch rote.... Guckt euch mal die Schwanzform von einem "typischen Biak" und einen ebensolchen Aru an. Wirkt wie abgeschnitten oder nicht ;) Ich finde die Unterschiede auch nicht geringer als bei so manch einem Rautenpython. Und z.B.Morelia bredli wird ja auch als eigene Arte geführt. Im Übrigen (so wie ich es verstanden habe)... Sollten die Baumpython wieder aus Morelia raus kommen und in eine eigene Gattung gestellt werden wären es mit Carinata gleich drei Arten, da die Tiere wohl die gleichen Vorfahren haben. Ich bin zwar kein Biologe, aber trotzdem finde ich das Thema höchst interessant....
  • [quote][i]Original von Rene[/i] Ich bin zwar kein Biologe, aber trotzdem finde ich das Thema höchst interessant....[/quote] Das sehe ich genauso :D Und genau solche Themen sind es die ich mir hier mehr Wünsche. Mehr gemeinsam Forschen und Hintergründe beleuchten. Das ist auch genau der Punkt den ich damals ansprach mit der Qualität des Forums :D Weiter so Leute wir sind auf einem guten Weg :-)
  • Ich finde das Thema auch total spannend. Biak habe ich eigentlich stellvertretend für die Nordpopulation genommen. Aber hast recht es geht ja um ganz Nord Papua. Übrigens stimme ich dir zu, dass es auch optische Unterschiede gubt, die einen Unterartstatus rechtfertigen könnten. Übrigens ist Morelia bredli nicht von allen als eigene Art anerkannt. Ich muss nochmal genau suchen aber einige erkenne diesen Artstatus nicht an. Warum auch immer. Da sich die Tiere von den Teppichpython schon auffällig unterscheiden. Gruß Tobi