Beiträge von swisschondro

    Hallo Robin Bei Schlangen sind die Zähne nicht sehr fest im Kiefer verankert und können sich relativ leicht lockern resp. ganz herausfallen, dies konnte ich bei meinen Tieren auch schon beobachten. Schräg/quer stehende Zähne lassen sich mit einer Pinzette leicht entfernen. Dies sollte erfolgen, um einer Verletzung in der Mundhöhle mit möglicher Infektion vorzubeugen. Ausgefallene Zähne werden von unten her neu gebildet und ersetzt, ein Zusammenhang mit der Häutung besteht dabei aber nicht. Da der betroffene Zahn inzwischen bereits entfernt wurde, musst Du weiter nichts machen. Gruss Martin
    Das ist wirklich traurig zu hören, mein Beileid. Ein erhöhter Harnsäurewert resp. eine Gicht kann sowohl Folge wie Ursache einer Nierenerkrankung sein (Gichtniere) oder auch eine Nebenwirkung einer Behandlung mit bestimmten Antibiotika. Wir wissen sehr wenig über Pathogenese und Therapie einer Harnssäureerhöhung bei Reptilien, das Meiste wird aus der Humanmedizin abgeleitet, wo die Gicht sehr gut untersucht ist. Allein schon die Dosierung ist problematisch, die Dosisempfehlungen bei Reptilien schwanken zwischen 3 und 50 (!) mg/kg/d. Zum Vergeich: Beim Menschen werden 2-10 mg/kg/d eingesetzt (bei Kindern u.U bis 20 mg/kg/d). Da Allopurinol über die Nieren ausgeschieden wird, sollte die Dosis bei einer Niereninsuffizien allerdings reduziert werden. Weshalb gehst Du von einer Überdosierung aus? Ist eine Autopsie vorgesehen? Gruss Martin
    [quote='Beowoulf','http://www.chondro-community.com/index.php/Thread/3333-Sorong-x-Sorong/?postID=38061#post38061']Ich halte meine beiden Chondros zwar etwas "Trockener" - sprich keine permanenten 100% Luftfeuchtigkeit [/quote]Konstante 100% rel. LF wäre gar nicht gut, es reicht absolut, wenn die LF nicht unter 60% fällt und nach dem Sprühen (1-2x tgl.) für 2-3 Std. über 80% ansteigt und dann langsam wieder absinkt. [quote='Beowoulf','http://www.chondro-community.com/index.php/Thread/3333-Sorong-x-Sorong/?postID=38061#post38061']Dass sie letzte Woche auch nochmal gekotet hat, ohne fast 5 Monate etwas zu fressen scheint mir auch etwas komisch. [/quote]Kot beseht zu einem grossen Teil aus gesunden Darmbakterien, die sich auch ohne Nahrungsaufnahme vermehren, weshalb es auch nach längerem Fasten zu Darmentleerungen kommt. Wenn der Kot in Farbe und Konsistenz normal war, lässt dies keine weiteren Rückschlüsse zu. Gruss Martin
    Hallo Andi Danke für das Update. Das klingt wirklich gar nicht gut. Wenn die Haltungsparameter immer im grünen Bereich waren, hast Du kaum etwas falsch gamacht. Eine häufige Ursache für ein akutes Nierenversagen kann eine Infektion sein (verschiedenster Ursache inkl. auch einer Parasitose), trotz einem normalen Ultraschall kann eine solche nicht ausgeschlossen werden. Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob diese Erkrankung eine Komplikation der Verpaarung/Trächtigkeit/Eiablage darstellt, ob eine Erkrankung vorhanden ist, die gar nichts damit zu tun hat oder eine vorbestehende Erkrankung erst durch die Belastung mit der Trächtigkeit manifest wurde. Es zeigt letztlich wieder einmal auf, wie wenig wir noch über die Pathophysiologe von Reptilien wissen. Trotz der ernsten Situation hoffe ich, dass sich Dein Weibchen wieder erholen kann. Gruss Martin
    Hallo Andi Wenn ich richtig gerechnet habe, hast Du sie vor ca. 7 Wochen vom Gelege entfernt. Es ist schon sehr ungewöhnlich, dass ein Weibchen ausserhalb einer Trächtigkeit so lange nicht frisst. Im Gegensatz zu den Männchen konnte ich selbst bei meinen 4 Weibchen über die letzten 10 Jahre noch nie beobachten, dass sich eines am Boden zusammenrollte, obwohl dies in der Literatur schon auch beschrieben wird, Hast Du gegenüber der Zeit vor der Verpaarung an den Haltungsparametern resp. am Terrarium irgend etwas verändert? Im Zweifelsfall würde ich wie bereits weiter oben erwähnt in dieser Situation unbedingt nach retinierten Eiern suchen, am Besten mittels einer Ultraschalluntersuchung, bei fehlender Verfügbarkeit geht dies alternativ auch mittels eines Röntgenbildes. Retinierte Eier können zu einer bakteriellen Infektion führen, die relativ Lange symptomarm oder sogar symptomlos verlaufen, aber plötzlich fatal enden kann. Auch würde ich eine Stuhlparasitologie durchführen, sobald Material verfügbar ist. Ich habe vor Jahren eine wunderschöne Brasilianische Regenbogenboa verloren. Bei der Abklärung einer längeren Fresspause ausserhalb einer Verpaarung fand ich im Ultraschall grosse unbefruchtete Eifollikel, die nach einiger Zeit wieder kleiner und teilweise resorbiert wurden. Das Weibchen begann wieder zu fressen, alles schien in Ordnung und ihr Verhalten absolut unauffällig, bis sie eines morgens, zwei Tage nach einer Fütterung, tot im Terrarium lag. In der Autopsie fand ich eine systemische Infektion mit schwerer Bauchfellentzündung und einer verkalkten Herzbeutelentzündung (die Verkalkung beweist, dass die Infektion schon seit längerer Zeit bestanden hatte), das Ganze ausgehend von einem vereiterten Eifollikel. Bei Reptilien ist es nicht ungewöhnlich, dass wir auch bei einer schweren Erkrankung sehr lange keine Symptome erkennen können. Gruss Martin
    Hallo Andi Bei Erstgelegen wird immer wieder über eine erhöhte Rate von unbefruchteten Eiern berichtet und auch gänzlich unbefruchtete Gelege sind durchaus möglich. Vertrocknete Eier sind allerdings auch hart, wenn sie befruchtet waren. Das entscheidende Kriterium ist die fehlende Keimscheibe/Gefässbildung. Wenn das Gelege unbefruchtet war, musst Du Dir zumindest keine Vorwürfe machen, kannst die kritischen Punkte fürs nächste Mal ausmerzen und dann kann es eigentlich nur besser werden. :thumbsup: Gruss Martin
    Hi Ronny Es tut mir leid, dies zu hören. Lass Dich nicht entmutigen, mit der Erfahrung, die Du sammeln konntest, kann es beim nächsten Mal nur besser werden. Vielleicht versuchst Du es mal mit einer Naturbrut (wobei auch dann ein guter Inkubator auf Standby sein sollte). Gruss Martin
    [quote='Mantis','http://www.chondro-community.com/index.php/Thread/3334-Terrarium-Neuling/?postID=38046#post38046']Auf welchen Börsen bist du unterwegs [/quote]Ich war während mehrerer Jahre als Aussteller an der Baselbieter Reptlienbörse in Lausen/CH präsent, in letzter Zeit allerdings nur noch als Besucher (grösste Reptilienbörse der Schweiz, international gesehen aber wohl doch recht klein :D ). [quote='Mantis','http://www.chondro-community.com/index.php/Thread/3334-Terrarium-Neuling/?postID=38046#post38046']Thermostat: Da werde ich mir den Biotherm pro zulegen. (Betreibe ich dann auch zum ersten Mal). Blöde Frage... "dimmt" das Thermostat dann das heizelement und hält es auf Temperatur oder ist es wie eine "an/aus" Funktion. Heißt, Temperatur erreicht und schaltet ab. [/quote]Der [url='http://www.dohse-terraristik.com/pdf/gebrauchsanweisungen/Biotherm_pro_terra_D.pdf']Biotherm pro[/url] ist ein einfacher Einsteigerthermostat, der zwei Terrarien steuern kann. Insofern ist der Zusatz "pro" schon etwas vermessen. Ich habe ihn nie selbst verwendet, was man so hört und liest, scheint er recht zuverlässig zu sein und er ist zur Steuerung von Chondroterrarien sicher geeignet. Er ist aber ein reiner on/off Thermostat ohne proportionale oder dimmende Funktion. Während on/off-Thermostate wie der Name schon sagt, den Verbraucher jeweils ganz ein- oder ausschalten, regeln proportionale Thermostate die Leistungsabgabe stufenlos, was einen effizienteren und geräteschonenderen Betrieb ermöglicht. Zur Inkubation von Chondroeiern würde ich allerdings nur einen hochwertigen proportionalen Thermostaen verwenden. Falls Du ein ausgefeilteres Gerät in 230V möchtest, dann schau Dir mal den [url='http://www.microclimate.co.uk/prime/prime2/']Microclimate 1 resp. 2[/url] an (wird auch von Lanzo vertrieben). Wie bereits erwähnt verwende ich die Thermostaten von Spider Robotics, die es allerdings nur in 120V gibt (mit dem Herpstat 4 kann ich 4 Terrarien proportional steuern inkl. Internetanbindung und Fernsteuerungsmöglichkeiten, sowas könnte sich "pro" nenen :D ). [quote='Mantis','http://www.chondro-community.com/index.php/Thread/3334-Terrarium-Neuling/?postID=38046#post38046']Zum Heizkabel, wieviel Watt sollte ich da verwenden? [/quote]Wie Du bereits erwähnst, spielt die minimale Raumtemperatur eine wichtige Rolle, daneben auch das Volumen und die Isolationseigenschaften des verwendete Terrariums sowie noch die Lüftungsintensität. Entsprechend kann ich Dir keine verbindliche Angaben machen. Bei einer minimalen Raumtemperatur von 20 °C verwende ich in meinen sehr gut isolierenden 16 mm Stegplattenterrarien von 100x70x70 cm Heatpanels mit 65 W Leistung, für die oben abgebildeten Stegplatten-Aufzuchterrarien von je 107x65x50 cm pro Tablar je einen Ultratherm Strip mit 23W Leistung, d.h. bei kleinen Boxen und 3 Tablaren 3 Strips, bei grösseren Boxen und 2 Tablaren 2 Strips. Im Zweifelsfall lieber etwas Reserveleistung rechnen, wobei dann ein proportiomal/dimmend geregelter Thermostat von Vorteil ist, da dann die Temperatur nicht andaurnd stärker fluktuiert. Ich weiss auch nicht, wie angenehm solche dauernden Schwankungen für die Tiere sind. Bei meinen Thermostaten fahren die Heizquellen nach der Nachtabsenkung morgens mit voller Leistung hoch und laufen dann den Rest des Tages mit 10% Leistung in den adulten Terrarien, in den Aufzuchtterrarien oben mit 10% und unten mit ca. 30% (ich regle alle Tablare individuell, sonst wird es oben zu warm und unten zu kalt). [quote='Mantis','http://www.chondro-community.com/index.php/Thread/3334-Terrarium-Neuling/?postID=38046#post38046']Die Fütterung würde ja dann theoretisch von "oben" erfolgen, kann es da zu Problemen kommen, also das die Tiere eine Gefahrenquelle warnehmen? [/quote]Das wird oft behauptet, ich hatte diesbezüglich nie Probleme. Die Tiere sitzen ja meist auf der obersten Leistersprosse, da kann man das Futter rel. gut von vorne/unten her präsentieren. Gruss Martin
    [quote='swisschondro','http://www.chondro-community.com/index.php/Thread/3334-Terrarium-Neuling/?postID=38043#post38043']sie sind aber auch in 230 V erhältlich). [/quote][url]www.livefoodsdirect.co.uk/Category/Ultratherm-Heat-Mats[/url] ist ein Anbieter in England. Produziert werden die Streifen in Schottland. Sehr gute Qualität, ich habe 12 Stück davon und verwende sie auch zur Beheizung meiner kleinen Falltürterrarien an Reptilienbörsen.
    Zur Aufzucht habe ich diese "Racks" aus Doppelstegplatten und Aluminumprofilen gebaut. Eigentlich sind es vollständige Terrarien mit Glastüren und Tablaren. Beheizt werden sie mit Heizstreifen von Ultratherm an der Rückwand (ich Verwende die [url='https://beanfarm.com/search?page=1&q=ultratherm']USA-Version in 120V[/url] mittels Transformator, dies hat den Vorteil, dass ich sie mit den Thermostaten von [url='http://www.spyderrobotics.com/index.php?main_page=index&cPath=1']Spider Robotics[/url] kombinieren kann, sie sind aber auch [url='http://www.livefoodsdirect.co.uk/Category/Ultratherm-Heat-Mats']in 230 V erhältlich).[/url] Heizkabel sind für mich in der Handhabung zu unprakatisch. Die T5-Röhren habe ich wieder entfernt, da sie im oberen Bereich zu hell sind. Das Licht von den gegenüberliegenden Terrarien genügt vollauf. [attach=12816][/attach] Für Neonaten verwende ich je 2 Tablare mit 12 Boxen von 39x20x16 cm pro Terrarium , für grössere Tiere bis ca. 12 Mt. je 1 Tablar mit je 6 Boxen von 39x30x26 cm. Für wirklich langlebige Feuchtterrarien verbaue ich grundsätzlich kein Holz. Vor 12 Jahren habe ich dafür Doppelstegplatten und Aluminiumprofile verwendet, da mir Forex zu schwer war. Doppelsteglpatten isolieren sehr gut, sind leicht, feuchtigkeitsresistent und praktisch unzerstörbar. Heute würde ich wahrscheinlich eher geschäumte PVC-Platten verwenden, die damals noch nicht verbreitet waren. Gruss Martin
    Hallo Kevin Willkommen im Forum! Die Umfärbung ist immer ein Erlebnis und ich habe sie bei allen meinen 11 Tieren miterleben können. Es wird zwar oft empfohlen, Anfänger sollten besser mit einem etwas älteren, bereits umgefärbten Tier beginnen, bei guter Vorbereitung und stabilen, gut fressenden Tieren aus einer seriösen Zucht sehe ich persönlich darin aber keinen wesentlichen Vorteil. Die Lanzo-Cubes 40x40x40 cm sind für juvenile Tiere gut geeignet und haben auch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Du musst Dir aber bewusst sein, dass die Tiere ab einem Alter von 12-18 Monaten ins Endterrarium umgesetzt werden können und damit sehr rasch erneute Anschaffungskosten fällig werden. Ich mache es deshalb jeweils so, dass ich eine Kunstoffbox oder ein Glasterarrium ins Endterrarium hineinstelle und diese mit dem im Endterrarium installierten Heatpanel beheize (auf einem Podest mit ca. 20 cm Abstand zum Heatpanel). Damit würden in Deinem Fall nur die Kosten für die Endterrarien plus zwei billige Boxen resp. günstige Glasterrarien fällig und Du musst die Heizungen nur einmal kaufen. Heizmatten würde ich nicht verwenden. Du brauchst Strahlungswärme von oben im Bereich der Liegeäste, nicht Wärme die von unten aufsteigt. Auf Heizungsmöglichkeiten von Lanzo zu verzichten, halte ich für eine sehr gute Idee. Ich konnte leider Errfahrungen mit allen der bisher 4 Heatpanel-Generationen sammeln und muss dringend davon abraten. Weil die älteren Modelle überhitzten, wurde die Leistung pro Fläche stark reduziert, sodass sie jetzt keine vernünftige Oberflächentemperatur mehr erreichen und entsprechend viel zu gross dimensioniert werden müssen. Dadurch füllen sie dann fast die ganze Terrariendecke aus und ein horizontaler Temperaturgradient wird verunmöglicht. Ausserdem wird für billigste Machart ein stolzer Preis verlangt. Ich empfehle die Pro Heat Panels von [url='http://pro-products.com/pro-heat/']ProProducts[/url] aus den USA. Beste Qualität mit 10 Jahren Garantie und einer erwarteten Lebensdauer von 50+ Jahren. Ich habe 11 dieser Panels im Dauerbetrieb, die ältesten davon mittlerweile seit 12 Jahren und ohne die geringsten Probleme. Die Kosten sind etwa vergleichbar mit Lanzo, der Nachteil ist lediglich, dass Versandkosten und Einfuhrgebühren relativ hoch sind, dafür hast Du dann aber was fürs Leben :D . Pro Heat bietet über 200 verschiedene Modelle an (in 120 und 230V), der Inhaber Bob Pound hilft immer sehr freundlich bei der Auswahl und liefert zuverlässig. Der Bestellprozess ist etwas speziell, wenn Du solche Panels möchtest, kann ich Dir gerne noch detailliertere Informationen liefern. LEDs haben den Vorteil, dass es keine Probleme bezüglich Überhitzung gibt. Meine T5-Leuchtstoffröhren muss ich im Hochsommer jeweils ausschalten, weil es sonst zu warm wird. Äste aus Holz sind sicher ok, abhängig vom verwendeten Holz resp. bei eher hoher Luftfeuchtigkeit kann es allerdings zu Schimmelbildung kommen. Ich selbst verwende nur Kunstoffrohre und dies geht ausgezeichnet. Ich habe [url='http://www.swisschondro.ch/page40.html']hier [/url]ein Merkblatt mit den wichtigsten Angaben publiziert, auf der zweiten Seite auch Informationen zu Dingen, die mich als Anfänger verunsichert hatten und die man in Büchern, wenn überhaupt, nur sehr vage formuliert findet. Gruss Martin
    [quote='Beowoulf','http://www.chondro-community.com/index.php/Thread/3333-Sorong-x-Sorong/?postID=38037#post38037']denkt ihr dass eine rehydration hier noch möglich ist bzw. dadurch noch keine irreversiblen Schäden entstanden sind? [/quote]Das kann dir niemand mit Sicherheit beantworten. Dein Setting war bisher sicher alles Andere als optimal bei - sorry, aber das muss auch gesagt sein - doch wohl zu sorgloser Vorbereitung, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich wünsche dir, dass sich noch was retten lässt. Gruss Martin
    Alle mir bekannten Züchter verwenden vollständig geschlosse Boxen abgesehen von einer kleinen Öffnung für das Kabel des Thermofühlers. Dadurch sind Temperatur und Feuchtigkeit stabiler. Ab ca. der Hälfte der Brutzeit steigt der Sauerstoffbedarf der sich entwickelnden Eier, deshalb öffne ich ab dann die Box kurz einmal alle 2 - 3 Tage.
    Hi Andi Da kann ich Thorsten nur beipflichten, so sehen Chondroeier üblicherweise aus, wenn sie kurz vor dem Schlupf sind. Was das Weibchen betrifft empfielt es sich, es nach dessen Wegnahme vom Gelege auf verbliebene Eier abzutasten. Dies ist allerdings nicht ganz einfach und braucht etwas Erfahrung. Ich kenne einen Fall, bei welchem trotzdem retinierte Eier verpasst wurden. Das kann gut gehen und die restlichen Eier werden irgendwann später spontan ausgeschieden, es kann aber auch zu einer Infektion mit fatalem Ausgang kommen. Wenn Du unsicher bist rate ich dir zu einer Ultraschalluntersuchung und nötigenfalls Entfernung verbliebener Eier. Gruss Martin
    Bei einer erstmaligen Trächtigkeit kommt die hormonelle Blaufärbung typischerweise erst später - wenn überhaupt. Bei den folgenden dann u.U. schon mit dem Follikelwachstum. Zwei meiner Weibchen, die bereits trächtig waren, werden zweimal jährlich mit dem Follikelwachstum für einige Wochen jeweils intensiv blau, ganz ohne Verpaarung (vgl. dazu auch [url='http://www.chondro-community.com/index.php/Thread/3301-Farbwechsel-bei-Follikelbildung/?postID=37689#post37689']hier[/url]). Die zwei ersten Gelege liess ich nach dem Grundsatz "mother knows best" vom Weibchen ausbrüten, beide mit sehr gutem Resultat. Das dritte wurde künstlich inkubiert, mit noch rel. guter Schlupfrate von scheinbar reifen und gesunden Tieren, von denen dann ein Grossteil währen der ersten 36 Stunden aus unklaren Gründen verstarb ([url='http://www.swisschondro.ch/page42.html']hier mehr dazu[/url]). Über Vor- resp. Nachteile von Naturbrut vs. künstlicher Inkubation kann man endlos diskutieren, wobei ich persönlich der Meinung bin, dass die Naturbrut zu unrecht vernachlässigt wird. Gute Argumente für die Naturbrut findest Du im [url='http://www.festland-baumpythons.de/online-buch-download/']Online Buch von Michèl Kroneis.[/url] Gruss Martin
    Hi Andi Das Interwall zwischen Einzug in die Legebox und Eiablage kann stark variieren, deshalb findest du dazu wohl auch kaum Angaben. Ich kann mich an ein Weibchen erinnern, dass bereits zwei Wochen vor der Ablage einzog und mit nur sehr kurzen Unterbrüchen praktisch die ganze Zeit in der Box verbrachte. Beim letzten Gelege zog sie zwei Tage vorher ein und verliess die Box bis zum Schlupf nicht mehr. Wenn sie abgelegt hat, wird der Beehive deutlich höher sein. :D [img]http://www.swisschondro.ch/DSC17686cutED_800.jpg[/img] Gruss Martin
    Hallo Andi Willkommen im Forum! In der einschlägigen Literatur (Maxwell/Hoffman & Motz) werden ab PLS bis zur Ablage typischerweise 14-21 Tage angegeben. Bei meinen eigenen Tieren konnte ich zweimal 16 und einmal 21 Tage beobachten. Du kannst also jetzt jederzeit mit dem Gelege rechnen. Ich wünsche Dir viel Erfolg und drücke die Daumen. Halte uns auf dem Laufenden. Gruss Martin
    Hallo Robin Leise Klickgeräusche können bei jüngeren Tieren absolut normal sein und verschwinden mit dem Älterwerden meist von selbst wieder. Wenn Dein Chondro, wie dies offenbar der Fall ist, keine Hinweise für einen Atemwegsinfekt zeigt, sehe ich keinen Grund zur Beunruhigung. Durch die anatomische Trennung von Luft- und Speiseröhre können sich Schlangen nicht wie ein Mensch "verschlucken". Wenn Flüssigkeit in Rachen und Magen läuft, ist dies absolut kein Problem. Da die Luftröhre aktiv verschlossen werden kann, ist es äusserst unwahrscheinlich, dass bei einer Mundpülung Wasser in die Atemwege gelangt, solange die Luftröhre nicht von Dir sondiert wird. Inhalationen mit Antibiotika sind ein Unsinn, der in der Humanmedizin bereits seit Jahrzehnten nicht mehr praktiziert wird. Damit werden keine wirksamen Medikamentenkonzentrationen im Gewebe erreicht und höchstens resistente Erreger gezüchtet. Wenn eine Behandlung indiziert und nötig ist, muss sie systemisch und mit der richtigen Dosierung erfolgen, alles Andere ist gefährlicher Hyperaktionismus. Auch von Ultraschallverneblern halte ich nichts, wichtig ist, dass die Luftfeuchtigkeit im Terrarium stimmt, wobei es auch nicht zu feucht sein sollte, um kein übermässiges Keimwachstum zu begünstigen. Ultraschallvernebler können eher kontraproduktiv sein, indem sie die Luft abkühlen. Weniger zu tun ist oft mehr, also beschränke Dich besser darauf, das Tier weiter zu beobachten. Gruss Martin