Beiträge von swisschondro

    Hi Ronny Das sind wirklich traurige Neuigkeiten. Es ist besonders schmerzlich hilflos zuschauen zu müssen, wie die eigenen Schützlinge trotz aller Bemühungen einer nach dem anderen einfach wegsterben. Leider gehört auch dies zur Chondrozucht. Ich drücke die Daumen, dass es wenigstens der letzte Mohikaner packt. Wie schwer ist er denn inzwischen? Gruss Martin
    Es macht wenig Sinn, hier Fragen zu stellen, auf die du die Antwort offenbar bereits kennst und dabei auch noch wesentliche Informationen zu unterschlagen.
    Hallo Karl-Heinz Auf dem Bild ist leider nur ein Auge abgebildet, aber gemäss Deiner Beschreibung dürfte es sich um eine Heterochromie der Iris handeln. Auf deutsch übersetzt heisst dies lediglich, dass die Regenbogenhäute der Augen unterschiedlich gefärbt sind :D . Es handelt sich dabei um eine Pigmentstörung, die meist genetisch bedingt ist und dann keinen Einfluss auf das Sehvermögen hat. Sie kann die ganze Regenbogenhaut oder nur einen Teil davon betreffen. Beim Menschen tritt sie etwa bei 0.6% der Bevölkerung auf, wesentlich häufiger ist sie bei bestimmten Rassen von [url='https://de.wikipedia.org/wiki/Iris-Heterochromie#/media/File:Bi-eyed_siberian_husky.jpg']Hunden[/url] oder [url='https://de.wikipedia.org/wiki/Iris-Heterochromie#/media/File:June_odd-eyed-cat_cropped.jpg']Katzen[/url]. Bei Chondros habe ich dies noch nie gesehen und bei einer kurzen Suche im Netz konnte ich auch keine Berichte diesbezüglich finden. In selteneren Fällen können Farbveränderungen der Iris auch im Zusammenhang mit Verletzungen oder Erkrankungen eines Auges auftreten, was im Zweifelsfall immer ausgeschlossen werden sollte. Es wäre interessant, wenn Du noch ein Bild beider Augen, vorzugsweise in einer höheren Auflösung, posten könntest. Gruss Martin
    Hallo Karl-Heinz Beide Grössen sind sehr gut geeignet und es spielt eigentlich keine Rolle, wofür Du Dich entscheidest (ich gehe davon aus, bei Deinen Angaben handle es sich um BxLxH, von 120m Höhe mit kleiner Grundfläche würde ich abraten). Ich persönlich betreibe 12 Terrarien der Grösse 100x70x70 (BxLXH) und bin damit sehr zufrieden (und die Chondros scheinen es auch zu sein :D ). Gruss Martin
    Hallo Stefan Als auch kleinchirurgisch tätiger Internist hatte ich bei meiner Praxistätigkeit während 18 Jahren täglich mit der Thematik Desinfektion/Sterilisation zu tun. Beim Einfrieren auf -20°C wird tatsächlich ein Teil der Mikroorganismen abgetötet, weshalb dies jetzt ausgerechnet nur die pathogenen (krankmachenden) betreffen soll, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Die Vermehrungsfähigkeit der Überlebenden wird je nach deren Kälteempfindlichkeit und der herrschenden Temperatur gestoppt oder zumindest stark verlangsamt. Da die nach dem ersten Auftauen noch vorhandenen Bakterien ja den Einfrierprozess überlebt haben, sehe ich keinen Grund, weshalb sie beim zweiten Einfrieren jetzt plötzlich abgetötet werden sollten. Im Gegenteil werden sie sich bei und nach dem ersten Auftauen exponentiell vermehren, beim Wiedereinfrieren machen sie einfach mal Pause, um dann nach dem zweiten Auftauen wieder kräftig zuzulegen. Ausserdem wird durch das wiederholte Einfrieren ganz grundsätzlich die Qualität des Futters sicher nicht verbessert. Dass Dein Bekannter während 15 Jahren keine Probleme gehabt haben soll, ist schon möglich. Ich habe ja auch nie behauptet, dass es zwangsläufig zu Erkrankungen kommen muss. Es besteht aber ein heikles Gleichgewicht zwischen der Abwehrfähigkeit eines Tieres und dessen Belastung mit Mikroorganismen. Das kann jahrelang gut gehen, bis ein zusätzlicher Faktor dazu kommt (z.B. Stress, Alter, anderweitige Erkrankung) und das System kippt. Das Ausbleiben bisheriger Probleme hat allerdings sicher nichts mit dem Eintauchen in heissem Wasser zu tun. Dafür müssten die Futtertiere schon durchgekocht werden, andernfalls ist die Temperatur im Körperinneren bei weitem nicht hoch genug und die Prozedur auch von viel zu kurzer Dauer, um nur ansatzweise eine Keimreduktion zu erreichen. Wie bereits gesagt, ich würde hier keinesfalls auch nur ein kleines Risiko eingehen wollen, nur um ein paar Euro zu sparen. Gruss Martin
    Ich handhabe es genau gleich wie Stefan. Zweimal auftauen würde ich auf keinen Fall riskieren. Beim Auftauen vermehren sich jedes mal Bakterien sehr rasch, wodurch die Belastung der gefütterten Schlange u.U. zu gross werden könnte. Gruss Martin
    Hallo Steve Willkommen im Forum. [attach=12798,none,396][/attach] Das Inserat wurde [url='http://www.terraristik.com/tb/list_classifieds.php?split=40&category_selection=1&type_selection=1&ftsearch=morelia%20viridis&region=DEU']hier[/url] publiziert. Dabei handelt es sich nicht etwa um nicht futterfeste Schlüpflinge, sondern um über zwei Jahre alte juvenile Tiere! Gruss Martin
    Ich bin zufällig auf eine "Perle" der Chondroliteratur gestossen, die offenbar schon länger vertrieben wird. Fairerweise weisen die Autoren/Editoren bereits auf dem Umschlag klar auf ihre Inkompetenz hin, wie sich aus der Wahl des Titelbildes und Sätzen auf der Rückseite wie: "The Aru locality for example is a vivid green with a broken vertebral stripe of white or dull yellow scales" leicht ersehen lässt. Der Vermerk "High Quality Content by WIKIPEDIA articles!" ist wohl weniger ein Qualitätssiegel als vielmehr das Eingeständnis, den Inhalt bei Wikipedia zusammengeklaut zu haben. Die selben Editoren vertreiben bei amazon.com ein ganzes Sammelsurium von Büchern nach demselben Muster, von "England and Scotland Football Rivalry" über "History of Architecture" bis zu "Expulsion of Germans from Czechoslovakia", um nur drei Beispiele zu nennen. Irgendwie hat das Ganze für mich eine durchaus amüsante Seite und es wäre interessant zu wissen, wieviel von diesem Mist verkauft wird. [attach=12797][/attach] Gruss Martin
    Hallo Alex Herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Pflegling. Woher kommen eigentlich diese schwarzen Striemen, die man immer wieder mal sehen kann? Abrieb von Ästen? 700 km bis nach Houten sind für mich etwas gar weit. Wie war der Andrang? Immer noch so gross wie früher? Bei den kleinen lokalen Börsen, die ich kenne, wird es jedes Jahr leerer. Der ganze Reptilien-Hype scheint inzwischen stark abgeflaut zu sein. Die aktuellen Preise sind für mich schon lange nicht mehr im "normalen Rahmen", es besteht inzwischen offenbar eine neue Normalität. Ich habe gerade eine Angebot für Sorongs DNZ in München gesehen für EUR 120.00. Der blanke Horror! Gruss Martin
    Aftersporne sind v.a. bei Pythons und Boas vorhanden. [quote='chessi','http://www.chondro-community.com/index.php/Thread/3325-Krallenartige-Forts%C3%A4tze/?postID=37979#post37979']Bücher habe ich 2 über Baumpythons, hab da aber nichts gefunden. [/quote]Greg Maxwell: The More Complete Chondro (engl. Ausgabe): S. 13 Hoffmann/Motz: Grüner Baumpython: Morelia viridis: S. 20 Kivit/Wiseman: Grüner Baumpython und Grüne Hundskopfboa: S. 78 Arth/Baus: Der Grüne Baumpython: S. 37 Alle obige Quellen mit Abbildung. Einzig bei "Weier/Vitt: Der Grüne Baumpython" werden Aftersporne nur im Text erwähnt, leider ohne Bild (S. 47). Schau doch nochmal nach :D Gruss Martin
    Hallo chessi Willkommen im Forum ^^ Es handelt sich um ganz normale Aftersporne, die typischerweise bei Männchen grösser sind als bei Weibchen. Entwicklungsgeschichtlich sind es rudimentäre Reste der Hinterbeine. Was es allerdings mit der schwarzen Verfärbung der Analschuppe auf sich hat, kann ich anhand dieses Bildes nicht sagen. Ich rate Dir dringend, ein Buch mit den wichtigsten Grundlagen zu Deinem Chondro anzuschaffen und sorgfältig zu studieren ([url='http://www.swisschondro.ch/page6.html']Literaturübersicht[/url]). Gruss Martin
    Das würde natürlich eher passen und insbesondere die starke Armschwellung erklären. Wenn dies wirklich zutrifft wäre es schon sehr bedenklich, dass ein Tierheim eine gefährliche Giftschlange (für die es sogar in der noch relativ liberalen Schweiz eine Haltungsbewilligung braucht) unter falscher Artbezeichnung abgibt.
    Hallo Alex Das klingt ja recht ungemütlich. Wird die Bisswirkung auf eine direkte Giftwirkung oder eine Superinfektion mit Bakterien zurückgeführt? Handelt es sich um ein Tier aus Deinem Bestand? Da Du Dir unsicher bezüglich der Art bist, wohl eher nicht. Eine sichere Bestimmung ist aufgrund des Bildes (zumindest für mich) nicht ganz einfach. Das schwarze Augenband ist wohl typisch für die von Dir vermutete Spitzkopfnatter ([i]Gonyosoma oxycephalum[/i]). Der Schwanz ist auf dem Bild leider nicht sichtbar ("Rotschwanznatter"). Auch Angaben zu Grösse (160-190, max. 240 cm) und Futtergewohnheiten (kleine Nager und Vögel) wären hilfreich. ad Grasnattern: In Terrarien werden eigentlich nur die Raue Grasnatter ([i]Opheodrys aestivus[/i]) und weniger auch die Glatte Grasnatter ([i]O. vernalis[/i]) gehalten. Sie bleiben deutlich kleiner mit 60-80, max. 120 cm ([i]O. aestivus) [/i]resp. 35-50 max. 66 cm[i] (O. vernalis)[/i][i] [/i]und ernähren sich von Arthropoden. In der Schweiz gelten gemäss [url='https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20143030/201503010000/455.110.3.pdf']Anhang zur Wildtierverordnung[/url] seit Anfang 2015 so ziemlich alle bisher als ungiftig angesehenen Colubriden als "ungefährliche Giftschlangen" (welch hirnrissge Nomenklatur!). Phantasievoll ist dabei die Argumentation für die Neudefinition einer "Giftschlange". Es braucht jetzt lediglich Zähne, die durch Verletzung der Hautoberfläche eine Eintrittsquelle herstellen können sowie irgendwelche Giftstoffe im Speichel. Giftzähne resp. -drüsen sind nicht nötig! Da sich im Speichel praktisch immer irgend ein zumindest theoretisch gewebeschädigendes Enzym nachweisen lässt (übrigens auch beim Menschen), gibt es nach dieser Erkenntnis plötzlich sehr viel mehr "Giftschlangen". Vgl. dazu auch die [url='http://www.dght-schweiz.ch/Newsletter/DGHT-Newsletter_2015_1.pdf']Stellungnahme der DGHT Landesgruppe Schweiz[/url]. Die Präsentation des Gesetzesentwurfes löste bei den Terrarianern entsprechend grosse Aufregung aus und es wurde dahinter ein Versuch zur Einschränkung der Schlangenhaltung mit Ausdehnung der Bewilligungspflicht für Gifttiere vermutet. Inzwischen ist es diesbezüglich aber sehr ruhig geworden. Ein Mittel zur Imageverbesserung von Schlangen in der Bevölkerung ist es trotzdem nicht gerade. Man stelle sich vor, den Kinderlein wird im Biologieunterricht eine Kornnatter gezeigt und die Eltern erfahren, dass es sich um eine "[b]Giftschlange" [/b]handelte. =O Aber vielleicht sind die Tiere ja doch gefährlicher, als wir bisher glaubten? Ich wünsche Dir jedenfalls weiterhin gute Besserung. Gruss Martin
    Hallo Ronny Mein Hauptargument für die Pinky Pump ist, dass sich damit wesentlich grössere Portionen verabreichen lassen und die Tiere dadurch besser zunehmen. Mir persönlich scheint auch die Fütterung mittels der Pinky Pump deutlich schonender und mit weniger Stress verbunden zu sein. Möglicherweise hängt dies auch damit zusammen, dass mir aus beruflichen Gründen der Umgang mit Spritzen und Kanülen sehr vertraut ist. Gruss Martin
    Hallo Ronny Besten Dank für die Info zum weiteren Verlauf. Wenn ich richtig gerechnet habe, sind die Tiere jetzt ca. 18 Wochen alt. Oben hast Du erwähnt, dass Du sie zwangsfütterst. Machst Du dies mittels Stopfen oder verwendest Du inzwischen eine Pinky Pump? Wie hat sich das Gewicht der Kleinen entwickelt? Wie geht es den 4 Überlebenden? Sind sie aktiv oder eher apathisch? Gruss Martin
    [quote='Frank','http://www.chondro-community.com/index.php/Thread/3323-Heizungsaufbau-bei-Terrarium-200-x-80-x-100/?postID=37957#post37957']meinst Du nicht auch, die würden sich mal freuen, wenn sie mal etwas mehr Auslauf hätten? [/quote]Selbstverständlich bekommen meine Tiere genügend Auslauf :D [img]http://totallyabsurd.com/snake%20walker.GIF[/img]
    Hallo Frank Die von Dir beschriebene Löwenhaltung ist wirklich deprimierend, glücklicherweise wurden die Bedingungen in vielen modernen Zoos in den letzten Jahren enorm verbessert, zumindest im Zoo Basel leben die Löwen in einer [url='http://www.zoobasel.ch/cgi-bin/anlagen/fotos/gamgoas_04_1.jpg']sehr schönen Anlage[/url]. Trotzdem bin ich skeptisch bezüglich der Haltung von Gross-Wildtieren in Zoos. Die Platzbedürfnisse von Löwen und Chondros lassen sich allerdings überhaupt nicht vergleichen. Insbesondere haben Pythons in keinster Weise das Bedürfnis, sich der Länge nach auszustrecken. Diese Vorstellung entspricht einer typischen Vermenschlichung mit der Übertragung unserer Bedürfnisse auf diejenigen unserer Tiere. Bezüglich Haltungsansprüchen empfehle ich Dir sehr die Lektüre der [url='http://www.swisschondro.ch/Westhoff%20Gutachten.pdf']Stellungnahme von Dr. Guido Westhoff[/url], Biologe an der Universität Bonn. Er beschäftigt sich beruflich und privat seit über 30 Jahren mit der naturnahen Haltung von Schlangen und ist inzwischen Kurator des Tropen-Aquariums Hagenbeck in Hamburg. Chondros sind Lauerjäger und allgemein wenig bewegungsaktiv. Insbesondere meine Weibchen verlassen ihren Liegeplatz während Wochen überhaupt nicht und falls doch, dann wechseln sie kurz auf einen anderen Ast, wo sie dann wieder verweilen. Männchen machen immer wieder Phasen durch, in denen sie im Terrarium umherwandern, wohl auf der Suche nach einer geeigneten Partnerin, sicher nicht nach einem Ausgang. Ich kann die Terrarien problemlos offen lassen ohne dass sie je geringste Anstalten machten, diese zu verlassen. Wenn Deine Tiere wie von Dir beschrieben die Terrarien absuchen (und sie nicht gerade umgesetzt wurden), stellt sich für mich als erstes die Frage, ob Du nicht allenfalls zwei Männchen haben könntest. Dann würden die nicht stattfindenden Paarungen auch nicht überraschen. Chondros werden immer wieder paarweise oder sogar in Gruppen gehalten, und dies kann auch über längere Zeit gut gehen. Trotzdem kann es längerfristig irgendwann zu Beissereien mit ernsthaften Verletzungen kommen. Wie alt und wie schwer sind Deine Tiere? Wenn die angegebene Grösse stimmt und nicht viel über 120 cm liegt, könnten sie noch nicht ganz adult sein und ich frage mich, ob das "Weibchen" überhaupt alt und schwer genug für eine Follikelbildung ist. Ein weiteres Argument gegen eine paarweise Haltung ist (falls es sich nicht um zwei Männchen handeln sollte, die natürlich unbedingt getrennt werden müssten) Dein Desinteresse bezüglich Zucht. Das gesundheitliche Risiko einer Verpaarung/Trächtigkeit ist sowohl für Männchen wie Weibchen nicht zu unterschätzen. Ein solches ohne Zuchtabsicht einzugehen, ist schlicht fahrlässig. Gruss Martin