Beiträge von swisschondro

    Dieser Unsinn mit dem MagicEye hat mich auch nie begeistern können. Den neuen Microclimate Prime 1 resp. 2 wurde jetzt immerhin eine Zeitschaltuhr spendiert und sie können dimmend, pulsierend oder on/off verwendet werden. Hat jemand Erfahrungen damit? Ich persönlich schwöre auf die Geräte von Spyder Robotics, seit Jahren habe ich 5 Stk. des Herpstat Pro (Vorgängermodell des aktuellen Herpstat 4) in Betrieb, jedes Gerät steuert 4 Terrarien proportional. Es gibt sie allerdings nur in 120V, sie sind aber ideal in Kombination mit den Pro Heat Radiant Panels, die in Qualität, Leistung und Lebensdauer jedem mir bekannten europäischen Modell weit überlegen sind. Gruss Martin
    Hier noch ein Update zum ursprünglichen Thema: Nach der Reposition des Darmvorfalles habe ich mein Mädchen 7 Tage in einer 30L Box ohne Äste gelassen und sie dann wieder ins Terrarium gesetzt. Zwei Tage später hat sie eine kleine Portion Urate mit max. 1 cm grossen Stücken abgesetzt und sich in der Nacht darauf perfekt gehäutet. Zu einem Rezidiv ist es glücklicherweise nicht gekommen. Obwohl sich der Prolaps erst 4 Tage nach dem Abkoten ereignete ist für mich die Konsequenz aus diesem Ereignis, dass ich in Zukunft ihre volle Kloake, in der sich oft sehr grosse Uratsteine festsetzten, früher manuell entleeren werde. Gruss Martin
    Die von Stefan erwähnten Zitate stammen aus der Doktorarbeit von David Wilson, die ihr hier im Original nachlesen könnt: [url]https://digitalcollections.anu.edu.au/bitstream/1885/49271/4/02whole.pdf[/url] Gruss Martin
    Hallo Stefan Es tut mir wirklich leid, da hast Du grosses Pech gehabt. Ein kleiner Darmvorfall ist ja Peanuts dagegen. Ich hoffe Dein Girl wird den Eingriff überleben. Ich habe noch nicht ganz begriffen, was genau geschehen ist. War noch ein verklebtes Ei im Eileiter, das ihn herausgerissen hat? Nur dann würde ja ein präventives Rx nach der Ablage auch Sinn machen. Alles Gute Martin
    Hallo Christos Besten Dank für den Link, ein sehr schönes Video. Leider habe ich es gestern nicht gefunden, merkwürdigerweise kommte es heute, wenn ich mit genau den gleichen Stichwörtern suche. Weshalb wird diese Methode nicht in den einschlägigen Büchern erwähnt? Vielleicht solltest Du mal ein eigenes Buch herausgeben :D Bei Neonaten hätte ich Bedenken wegen deren Verletzlichkeit, aber offesichtlich ist dies mit genügend Routine kein Problem. Wie lange würdest Du ein adultes Tier in dieser Situation von Ästen fernhalten? Gruss Martin
    Hallo Mein bald 8 Jahre altes blaues Sorong-Weibchen "Lantash" mit 185 cm Länge hatte im Dez. 10 und Juni 13 je ein Gelege mit 14 resp. 19 Eiern woraus sich je 12 gesunde Tiere entwickelten. Beide Gelege hat sie selbst ausgebrütet. Vor den Verpaarungen wog sie jeweils über 1800 g, nach dem Schlupf des letzten Geleges noch 1070 g. Seiher hatte sie wieder auf 1400 g zugenommen und machte immer einen sehr gesunden Eindruck. Als ich vorgestern Kot-Bremsspuren am Boden des Terrariums sah (ein Vorteil des Küchenpapiers), ahnte ich bereits schlimmes. Die Inspektion der Kloake zeigte einen kleinen Rectalprolaps mit starkem Ödem der Darmschleimhaut, aber noch ohne Nekrose. Leider habe ich es vor lauter Aufregung verpasst, ein Photo zu machen. Mangels eigener Erfahrung mit Darmvorfällen versuchte ich zunächst das überall empfohlene Vorgehen, setzte das Tier in eine Box um, bekleckerte den Darm ausgiebig mit Puderzuckerpaste und hielt das Ganze gut feucht. Mein Girl liess alles gutmütig über sich ergehen und verhielt sich ruhig, ausser nach dem Lichterlöschen erwischte sie mich beim Erneuern der Zuckerpaste kurz an der Hand :D Gestern morgen zeigte sich, dass sich mit diesem Prozedere absolut nichts verändert hatte, v.a. das Ödem war weiterhin ausgeprägt vorhanden. Bei der weiteren Internet-Recherche stiess ich auf dieses Video ([url='http://www.youtube.com/watch?v=pLn4CmlZK6U']www.youtube.com/watch?v=pLn4CmlZK6U[/url]), das einen Prolaps von ziemlich identischer Grösse, aber mit weniger Ödem zeigt. Der Autor hält die Zuckermethode für nutzlos und löst das Problem sehr elegant. Ich versuchte es daraufhin gleichermassen und war erstaunt, wie einfach es effektiv ging. Ich musste zusätzlich die Schwellung etwas komprimieren, dann flutsche der Darm schön zurück. Die Patientin war die ganze Zeit über sehr entspannt und erkundete mit dem bezahnten Ende interessiert das Badezimmer. Ich lasse sie jetzt für einige weitere Tage in der Box und hoffe natürlich, dass es nicht zu einem Rezidiv kommt. Das untenstehende Bild habe ich heute nachmittag aufgenommen. Darmvorfälle sollen bei adulten Tieren ja selten auftreten. 4 Tage vor dem Ereignis hat Lantash eine übliche Riesenportion Kot abgesetzt und am Folgetag war ihre Kloake noch absolut unauffällig. Ich habe sie im Alter von 5 Monaten selbst bei einem seriösen deutschen Züchter abgeholt und frühere Parasitologien waren immer negativ. Eine parasitäre Erkrankung als Ursache scheint mir deshalb wenig wahrscheinlich, die Haltungsbedingungen sind sicher auch optimal (ich hatte in 9 Jahren noch nie ein krankes Tier). Ich frage mich, ob allenfalls die Anzahl Gelege mit Darmvorfällen korrelieren könnte. Ich möchte v.a. auf die Erfahrung mit der verwendeten Methode hinweisen, die für mich absolut neu war. Bei einem Neonaten möchte ich sie allerdings lieber nicht anwenden müssen. Gruss Martin
    [size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']Hallo[/font][/size] [size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']MD-13-01 ist am 11.08.13 als erstes von 12 Geschwistern am Tag 48 der Naturbrut geschlüpft (Bild 1). Mit 6.6 g war er zusammen mit einem weiteren Tier deutlich leichter als alle Anderen mit um die 11-12 g. Während der zweite Winzling ( 6.3 g) sich normal häutete, rasch zu fressen begann und den Rückstand inzwischen aufgeholt hat, wollte sich Nr. 1 ewig lange nicht häuten. Nach 14 Tagen begann ich die ersten Fütterungsversuche, die wiederholt erfolglos verliefen, sodass ich nach 4 Wochen die Methode "Maus-in-den-Mund-legen" versuchte, womit das Tier diese schliesslich spontan würgte und verschlang. (Video hier: [/font][/size][url='http://www.youtube.com/watch?v=qfAQzUSwCUk'][size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']www.youtube.com/watch?v=qfAQzUSwCUk[/font][/size][/url][size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif'] )[/font][/size] [size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']Nach langen 41 Tagen hat es sich schliesslich erstmals und perfekt gehäutet (Bild 2) [/font][/size] [font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10]Sein Gewicht hat inzwischen von 6.6 g auf 20 g zugenommen, womit es immernoch weit hinter seinen Geschwistern liegt, die inzwischen um die 50 g wiegen. Es geht ihm aber gut und es verhält sich normal.[/size] [size=10]Diese Woche hat das Tier jetzt mit 6 Monaten erstmals spontan gefressen[/size] :thumbsup:[/font] [font='Arial, Helvetica, sans-serif'][size=10]Dafür hat es als erstes mit der Umfärbung begonnen, was für seinen Entwicklungsrückstand schon sehr erstaunlich ist.[/size] [size=10]Bereits am 14.12.13, also mit 4 Monaten, konnte man eine leichte Grüntönung an der Schnauze erkennen (Bild 3), die inzwischen deutlich zugenommen hat (Bilder 4+5).[/size][/font] [size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']Mein Fragen an Euch: 1. Eine Häutung erst am Tag 41 habe ich noch nie erlebt und finde auch nirgends eine auch nur annähernd so lange Zeitspanne in der Literatur erwähnt. Was ist das längste Intervall, das Ihr beobachten konntet?[/font][/size] [size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']2. Ein Umfärbungsbeginn mit 4 Monaten ist auch nicht gerade üblich, was habt Ihr da für Erfahrungen?[/font][/size] [size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']Gruss Martin[/font][/size]
    Eine genaue Dokumentation des Gewichtsverlaufes der Tiere wie auch der Futtertiere lohnt sich auf jeden Fall. Erst durch den Vergleich meiner Datenreihen habe ich realisiert, dass ich immer ca. 10% resp. 15% füttere. Auch das regelmässige Wägen der Schlangen halte ich für sehr wichtig. Bei Schlüpflingen/Jungtieren mache ich dies ca. alle 2-3 Wochen jeweils nach einer Kotabgabe um zu sehen, ob sie sich gut entwickeln. Im Falle einer längeren Fresspause ist ein Ausgangsgewicht hilfreich als Anhaltspunkt, ob es sich um ein physiologisches Geschehen handelt oder ob man nach einer Erkrankung suchen muss. Ich hatte im letzten Jahr den Fall eines von mir abgegebenen Männchens, das während 12 Monaten das Fressen verweigerte. Aufgrund einer nur minimalen Gewichtsabnahme und auch eines sonst normalen Verhaltens konnte ich den Halter beruhigen und vor unnötigen resp. allenfalls sogar schädlichen Tierarztbesuchen abhalten. Inzwischen ist der Appetit des Tieres unstillbar geworden. Adulte Tiere wäge ich ca. 2x jährlich. Hier v.a. auch als Instrument zur Steuerung der Fütterungsintervalle um Übergewicht zu vermeiden (dies würde auch vielen Menschen gut tun :D ) Gruss Martin
    Hallo Sascha Natürlich hast Du dies mit den Jahren im Gefühl. Aber gerade für einen Anfänger bewährt sich die 10/15% Regel als Leitlinie sehr gut. Ich wäre seinerzeit jedenfalls froh gewesen, wenn mir dies jemand gesagt hätte :D Gruss Martin
    Hallo Paul Diese "Durchmesser/Umfang-Regel" wird überall abgeschrieben, scheint mir aber nicht sehr praxisorientiert zu sein. Unter einer Ratte mit 10 cm Umfang kann ich mir nicht soviel vorstellen und wie Du bereits geschrieben hast, ist dies keine gängige Norm zur Bestellung von Futtertieren. Seit 9 Jahren füttere ich meinen Tieren ca. 15% des Körpergewichtes solange sie im Wachstum sind und den Adulten ab ca. 3-4 Jahren ca. 10% des Körpergewichtes, jeweils aufgeteilt auf 1-2 Futtertiere. Gruss Martin