Beiträge von viridis

    Hallo, an Naturästen eignet sich für Chondros nach meiner Erfahrung nur die Robinie (Scheinakazie). Alle anderen Laubbäume schimmeln früher oder später. Gruß Viridis
    Hallo Teppichfan, was ist bitteschön der Unterschied zwischen "hochgradig gesundheitsschädigend" und "giftig". Mir scheint, Du verwechselst giftig mit letal. Du wirfst hier einiges kräftig durcheinander und vergleichst Äpfel mit Birnen. Was hat denn der Fisch in seinem Medium Wasser damit zu tun, dass jemand sein Terrarium mit deionisiertem oder destilliertem Waser besprühen möchte. Wenn Du von "gereinigtem Wasser" nach Umkehrosmose sprichst, muss ich annehmen, dass Dir nicht bekannt ist, was Umkehrosmose chemisch bedeutet. Egal, ob Wasser aus Umkehrosmose, aus Kationen- und Anionenaustauscher, durch Destillation oder gar durch Bidestillation, es werden in allen Fällen dem Wasser Ionen entzogen mit unterschiedlichen Verfahren und in unterschiedlicher Reinheit. Toxisch ist es in keinster Weise, selbst wenn es in moderaten Mengen oral aufgenommen wird. Der Organismus deckt seinen Mineralbedarf fast ausschließlich durch feste Nahrung und nur in unbedeutender Menge aus dem Trinkwasser. Gruß Michael
    Hallo, das Thema hatten wir schon mal: "Besprühen mit destilliertem Wasser" und immer wieder wird der gleiche alte Unsinn einer vermeintlichen Giftigkeit von destilliertem Wasser verzapft. In der Aquaristik gibt es preiswerte Anlagen, die baugleich von verschiedenen Anbietern vertrieben werden. Gruß Michael
    Hallo Eli, von Vitamin-C gibt es verschiedene Präparate. Lass Dir eine Empfehlung von Deinem Tierarzt geben. Als grobe Orientierung: 40 mg/kg, 2 x im Abstand von 4 Tagen, i.m. Zylexis bekommst Du ebenfalls vom Tierarzt. Eine Ampulle (1 ml) reicht für 3 Injektionen im Abstand von 1 - 2 Wochen (s.c.). Achtung: sind inaktivierte Viren, daher unbedingt kühl lagern. Ringer-Lösung bekommst Du in der Apotheke (10 - 20 ml/kg, i.m. oder s.c., zum Zeitpunkt der Antibiotika-Applikation, verteilt spritzen) Gruß Michael
    Hallo Eli, Bird bene-bac oder sonstige, die Darmflora unterstützende Mittel sind sehr wichtig, bei einer Maulfäule jedoch von sekundärer Bedeutung, da sie erst zur Anwendung kommen sollten, wenn die Infektion abgeklungen ist uns wieder gefüttert werden kann. Über die Sinnhaftigkeit einer Antibiotika-Behandlung zu diskutieren ist m.E. abwägig, da in der Regel das Immunsystem geschwächt ist und das Tier meist nicht aus eigenen Kräften die Sache in den Griff bekommt. Wie ich Dir schon im Vorfeld der bakteriologischen Untersuchung prophezeit habe, sind es meist Allerweltskeime, die aus unterschiedlichsten Gründen fakultativ pathologisch werden und dann verheerend wirken können. In der Regel ist die Mäulfäule nicht letal, wird dies aber meist durch Verschleppung der Erreger auf die oberen und unteren Atemwege. Daher ist die vorbeugende inhalative Behandlung von so großer Bedeutung. Ich kann daher die ablehnende Haltung von DocNovsek nicht nachvollziehen. Des weiteren steht die Stressvermeidung für mich an oberster Stelle. Der Chondro ist diesbezüglich nun mal nicht mit anderen Schlangen vergleichbar. Wir denken, wir tun ihm was Gutes, wenn wir ihn mit allerlei aggressiven Mitteln täglich im Maul malträtieren. Er verkraftet das einfach nicht und stirbt oftmals an dieser Behandlung und nicht an der eigentlichen Infektion. Daher ist eine Keimdiagnose mit Resistenztest unumgänglich. Folgend eine systemische Behandlung (nach Möglichkeit nicht oral, wegen dem Stress) mit Antibiotikum unter Elektolytausgleich und Vitamin-C-Gabe. Stärkung des Immunsystems (Zylexis) und Vorbeugung des Befalls der Atemwege (z.B. Inhalation mit F10). Gruß Michael Markert
    Hallo, ich will nur noch mal darauf verweisen, dass ich [U]nicht[/U] eine örtliche Behandlung der befallenen Mundschleimhäute mit F10 empfohlen habe. Meine Empfehlung bezog sich auf eine Inhalation, um eine Ausbreitung der Infektion auf die mittleren und unteren Atemwege vorzubeugen. Die örtliche Behandlung mit F10 oder gar Betaisodona würde ich nicht durchführen. Mit Betaisodona habe ich im Übrigen keine guten Erfahrungen gemacht. Gruß Michael Markert
    Hallo, da mich das sehr interessiert, habe ich auch mal recherchiert. Von Nebenwirkungen habe ich aber nichts gefunden. Es gibt nur den ein oder anderen Ängstlichen, der aufgrund der fehlenden toxikologischen Langzeituntersuchungen meint, Nebenwirkungen [U]nicht ausschließen[/U] zu können. Mit dieser Einstellung darf man auch keinen Kamillentee anwenden, denn für den gibt es auch keine toxikologischen Langzeitstudien und Nebenwirkungen sind somit auch nicht auszuschließen. F10 ist ein Desinfektionsmittel und kein Arzneimittel. Da die Kosten für eine Zulassung als Arzneimittel in die zig-Millionen gehen, hat der Hersteller aufgrund des unbedeutenden Marktes auch kein Interesse an solchen Prüfungen. Ein Bezug zu Marboxyl darf man nicht herstellen. Marboxyl ist ein Antibioticum und wirkt systemisch. Nebenbei bemerkt ist es sehr giftig mit einer Menge von Nebenwirkungen. Maßgebend ist jedoch die Therapeutische Breite und die Abwägung von Risiko und Nutzen. Und da liegt man bei F10 absolut im sicheren Bereich. Gruß Michael Markert
    Hallo, Wundert mich, mit den Nebenwirkungen. Kannst Du mir bitte die Quelle nennen. F10 ist ein Desinfektionsmittel, ist chemisch ein Tensid und praktisch ungiftig. Gruß Michael Markert
    Hallo Eli, zur Unterstützung tägliche Inhalation (30 Minuten) mit F10 (1:100), damit es nicht auf die Lunge geht. Desweiteren empfiehlt sich eine Stützung des Immunsystems mit Zylexis. Gruß Michael Markert
    Hallo, Hartnäckig hält sich das Gerücht über die angebliche Giftigkeit von destilliertem Wasser. Es ist jedoch uralter Unsinn. Dem destillierten Wasser sind alle Ionen entzogen und somit auch alle Spurenelemente und Salze, die der Organismus benötigt. Werden diese über die Nahrung zugeführt ergibt sich keine Mangelsituation. Die Aufnahme von Elektrolyten über das Trinkwasser ist physiologisch unbedeutend, der Körper deckt fast seinen kompletten Mineralstoffbedarf über die Nahrung. Gerade beim Chondro können wir davon ausgehen, dass er in der Natur vorrangig Regenwasser aufnimmt, das bekanntermaßen keine Mineralien enthält. Lediglich bei Aufnahme von sehr großen Mengen von destilliertem Wasser, oder wenn es in die Blutbahn gelangen würde, käme es zum osmotischen Effekt und somit zur Zerstörung von Zellen. Ein anderes Problem ist jedoch die Verkeimung von destilliertem oder allgemein entionisiertem Wasser. Bei größerer Vorratshaltung von „Sprühwasser“, evtl. noch bei höheren Temperaturen kann es zu exorbitanter bakterieller Belastung kommen. Hier sehe ich u.U. eine Gefahr bei unsachgemäßer Verwendung dieser Wässer. Gruß Michael